Das Abstiegsgespenst verbannt

Achim/Badens Arne Zschorlich lässt sich nicht aufhalten von seinem Bremervörder Gegenspieler und erzielt einen seiner drei Treffer zum verdienten 28:22-Erfolg. J Foto: Hägermann

Achim/baden - Von Kai Caspers. Nein, von einer Glanzleistung wollte Achim/Badens Tobias Naumann nach dem 28:22 (13:9) über den TSV Bremervörde dann doch nicht sprechen. Allerdings war dem Trainer des Handball-Oberligisten das auch völlig egal: „Wir haben gewonnen. Und nur das zählt. Denn damit haben wir die letzten Zweifel am Klassenerhalt endgültig beseitigt.“

Noch im Vorfeld hatte Naumann jede Menge Respekt vor seinem Ex-Verein geäußert. Schließlich hatte der in den vergangenen sechs Partien nicht verloren. Doch davon war nichts zu sehen. Das musste auch Bremervördes Shooter Adnan Salkic eingestehen. „In der Abwehr und auf der Torhüterposition war uns die SG deutlich überlegen. Daher geht die Niederlage auch völlig in Ordnung“, zeigte sich der elffache Torschütze als fairer Verlierer. In die gleiche Kerbe schlug auch Tobias Naumann: „In der Deckung haben alle gut gearbeitet. Teilweise haben wir da in Form einer Brandungswelle agiert. Das war letztlich auch der Schlüssel zum Sieg.“

Waren die Gäste aus Bremervörde zuletzt von Erfolg zu Erfolg geeilt, wurden sie in Achim schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dank der konzentrierten Deckungsarbeit und einem gut aufgelegten Arne von Seelen im SG-Gehäuse, hatte sich das Naumann-Team schnell auf 4:1 (6.) abgesetzt. Zwar gelang Bremervördes Felix Weber nur wenig später der Ausgleich zum 4:4 (9.), doch das war nur ein kurzes Strohfeuer. Zumal dem zwei vergebene Hochkaräter und ein technischer Fehler der SG vorausgegangen waren. Zehn Minuten vor Ende der ersten Halbzeit dann die stärkste Phase der Gastgeber. Nachdem Kevin Podien das 9:8 per Siebenmeter erzielt hatte, leitete von Seelen mit einer starken Parade den nächsten Treffer durch Marvin Pfeiffer ein – 10:8. Und es kam noch besser, denn Jan Mühlbrandt mit einem „Strahl“ in den Knick sowie Jannis Jacobsen und Steffen Fastenau stellten mit dem 13:8 die Weichen frühzeitig in Richtung Sieg.

Auch die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gehörten eindeutig der SG. Beim 18:12 (39.) durch Jacobsen betrug der Vorsprung erstmals sechs Treffer. Bremervörde sorgte danach mit einer Deckungsumstellung kurzfristig für kleinere Probleme, doch der SG-Erfolg geriet nicht mehr in Gefahr.

Achim/Baden: von Seelen, Meinken - Block-Osmers (2), Jacobsen (4), Wolters, Zysk (3), Podien (4/2), Meinken, Fastenau (1), Meier (1), Pfeiffer (5/2), Balke (4), Zschorlich (3), Mühlbrandt (1).

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