RW Achim patzt im Kellerduell in Bothel

Ein Abstieg mit Tumulten – 2:4

Tumulte kurz vorm Abpfiff: Botheler und Achimer Spieler geraten sich in die Haare. - Foto: Freese

Bothel - Von Matthias Freese. Am Ende lagen die Nerven blank. Vor allem bei den Fußballern des 1. FC Rot-Weiß Achim, deren Bezirksliga-Abstieg mit der 2:4 (2:2)-Niederlage beim TuS Bothel endgültig besiegelt ist. Wutausbrüche, verbale Scharmützel und Platzverweise begleiteten ihren Sturz in die Kreisliga. Die Botheler feierten vor fast 200 Zuschauern derweil ausgelassen, müssen aber aufpassen, dass sie sich nicht zu früh gefreut haben. Den Relegationsplatz konnten sie am vorletzten Spieltag nämlich nicht verlassen.

„Es ist doch klar, dass die Emotionen da hochkochen“, zeigte Achims besonnener Spielertrainer Faruk Senci zwar Verständnis für manche Gefühlsregungen, aber auch nicht für jede Entgleisung, die sich seine Jungs erlaubten. „Außerdem sind wir selbst Schuld, denn wir hatten in der zweiten Halbzeit Chancen en masse, haben die Dinger aber nicht gemacht“, spielte er auf die klare spielerische Überlegenheit an. Phasenweise nisteten sich die Rot-Weißen geradezu im Strafraum der Botheler ein, so dass deren Trainer Peter Ullrich einräumte: „Entscheidend war de facto das Glück! Die Achimer haben wirklich beachtlich gut gespielt, aber wir waren effektiv.“ Bis zur Pause hatten Tobias Hoops (9.) und Gianfracno Cusimano (23.) für sein Team getroffen. Senci per Strafstoß – nach Foul von Keeper Christian Riesenbeck an ihn – sowie Deniz Ügdur per Kopf hatten egalisiert (22./39.).

Doch in einer Partie, in der es auf das Nervenkostüm ankommt, ist es quasi das Todesurteil, wenn in der entscheidenden Phase die Sicherungen durchbrennen. Dieser Zeitpunkt war in der 83. Minuten gekommen, als Bothel mit 3:2 vorne lag und die Zeit für Achim knapp wurde. Da holte sich Abwehrchef Abit Kaldirici die Gelb-Rote Karte von Referee Marvin Ditschun (SV Ahlerstedt/Ottendorf) ab, nachdem er sich übermäßig darüber echauffiert hatte, dass eine unfeine Aktion von Bothels Sebastian Wichern, die er als Tätlichkeit bewertete, nur mit Gelb bestraft wurde. Auch hinter der Bande zeigte Kaldirici, dass er wohl nicht die beste Kinderstube genossen hatte und beleidigte übelst weiter.

Wichern hatte zuvor bereits das 3:2 erzielt (61.) und war auch am 4:2 maßgeblich beteiligt. Seinen Schuss, der wohl ins Aus getrudelt wäre, drückte Mahmoud Chaikmos ins eigene Tor (86.). Anschließend hatten die Achimer ihre Nerven nicht mehr im Griff – und nachdem Behcet Kaldirici den eingewechselten Cedric Ahrens über den Haufen gelaufen hatte und sich anschließend ein unübersichtliches Handgemenge mit fast allen auf dem Platz stehenden Spielern entwickelte, zückte Schiedsrichter Ditschun Rot gegen Yilmaz Avanas sowie Gelb-Rot gegen Ahmet Kaldirici und pfiff ab.

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Verden: Tanz macht Schule 

Verden: Tanz macht Schule 

Meistgelesene Artikel

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

SG – Naumann übernimmt

SG – Naumann übernimmt

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Handball-Regionstag: Gollnow und Caesar in Doppelfunktion

Handball-Regionstag: Gollnow und Caesar in Doppelfunktion

Kommentare