Bassen feiert 4:3-Erfolg im verrückten Derby in Achim / Torhüter patzen auf beiden Seiten

70 Minuten Langeweile – aber dann geht es rund

In dieser Szene lässt Lukas Kiemes (rechts) Bassens Justin Hülsmann noch ins Leere laufen. In der Schlussminute leistete er sich jedoch ein fatales Foul im eigenen Strafraum.
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In dieser Szene lässt Lukas Kiemes (rechts) Bassens Justin Hülsmann noch ins Leere laufen. In der Schlussminute leistete er sich jedoch ein fatales Foul im eigenen Strafraum.

Achim – Was für ein verrücktes Derby! War die Partie zwischen Gastgeber TSV Achim und dem favorisierten TSV Bassen lange Zeit ein richtiger Langweiler, überschlugen sich ab der 73. Minute dann förmlich die Ereignisse. Im Mittelpunkt des Geschehens standen dabei die beiden Torhüter. Das wusste auch Sven Zavelberg. „Warum geht er da überhaupt noch hin? Der Ball war doch schon fast im Aus. Macht er das nicht, geht die Partie 1:1 aus“, ärgerte sich Achims Trainer nach der 3:4 (1:1)-Niederlage über einen Patzer seines Keepers Vincent Schicks.

Der Ärger – er war verständlich. Denn bis zu diesem Zeitpunkt schien Zavelbergs Taktik komplett aufzugehen. Zwar war seine Elf in der 27. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mark Moffat aus 35 (!) Metern – auch da sah Schicks alles andere als gut aus – 0:1 in Rückstand geraten, doch nur vier Minuten später glich Fabian Schmidt zum 1:1 aus. Im Anschluss hatten die Bassener zwar deutlich mehr Ballbesitz, doch richtig gefährlich wurden sie dabei nicht. Vielmehr konnten sie froh sein, dass Lukas Schuler gegen den allein vor ihm auftauchenden Jonas Schnez einen möglichen Rückstand in der 38. Minute verhinderte.

Gleiches Bild auch nach dem Wechsel. Während die Achimer in erster Linie auf Absicherung bedacht waren, fiel der Bischoff-Elf weiterhin nichts ein. „Es ist auch nicht so einfach gegen einen Gegner, der so tief hinten drin steht“, nach Bassens Trainer seine Spieler etwas in Schutz. „Daher bin ich auch extrem froh, dass wir es am Ende noch für uns entscheiden konnten. Das sorgt hoffentlich für das nötige Selbstvertrauen in den kommenden Aufgaben.“ Bezeichnend für Bischoffs Aussage auch Bassens Führungstreffer. Nachdem Schicks völlig unnötig am eigenen Strafraum einen Freistoß verursacht hatte, legte Luca Bischoff den Ball in den Rückraum und Luca D’Agostino traf aus der Distanz – 1:2 (73.). Nur eine Minute später die vermeintliche Vorentscheidung. Nachdem Johannes Diezel ein Laufduell auf der rechten Seite gewonnen hatte, verwandelte Daniel Wiechert den folgenden Querpass zum 1:3. In der Folge bewahrte Schicks die Achimer mit drei Glanzparaden gegen Bischoff (76.), Jonah Schnakenberg (80.) und Diezel (82.) vor dem endgültigen Knockout. Fünf Minuten vor dem Ende schöpften die Gastgeber neuen Mut, als Mittelfeldmotor Patrick Spitzer per Kopfball nach einer Ecke auf 2:3 verkürzte. Und es kam sogar noch besser für die Zavelberg-Elf. Denn in der 87. Minute glich Stefan Schönfeld zum 3:3 aus. Allerdings hätte dieser Treffer niemals fallen dürfen. Doch Bassens Torhüter Lukas Schuler leistete sich bei dem als Flanke gedachten Ball einen kompletten Blackout und ließ das Leder zum Entsetzen seiner Mitspieler ins eigene Tor fallen. Dennoch jubelten am Ende die Bassener, da Johannes Diezel in der 90. Minute einen Strafstoß, Lukas Kiemes hatte zuvor Aleksandar Nesic von den Beinen geholt, sicher zum glücklichen aber nicht unverdienten 4:3-Sieg verwandelte.

Von Kai Caspers

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