51-jähriger Versicherungskaufmann erneut Parcourschef bei Verdener Reitturnier

Heiko Wahlers: Der Herr der Sprünge bei der VER-Dinale

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Heiko Wahlers (l.) sorgt als Parcourschef der VER-Dinale dafür, dass die Springreiter einen anspruchsvollen Parcours vorfinden.

Verden - Von Jürgen Honebein. Der 51-jährige selbständige Versicherungskaufmann Heiko Wahlers fungiert zum zweiten Mal in Folge bei der VER-Dinale (29. januar bis 1. Februar 2015) als Parcourschef. Wahlers zählt seit Jahren nicht nur zu der Elite seiner Zunft in Deutschland, sondern inzwischen auch im Ausalnd.

Das zeigt sich dadurch, dass er schon mehrmals Parcours in Costa Rica, Mexico, Guatemala, Namibia und USA gebaut hat. In diesem Monat ist er schon einige Tage in Namibia gewesen und gerade erst vor zwei Tagen aus Australien zurückgekehrt. „Verden wollte ich mir aber nicht entgehen lassen, denn das ist ein ganz prima Hallenturnier“, sagt Wahlers. Der Scheeßeler ist verheiratet und hat eine zehn- und eine 15-jährige Tochter, die wie auch seine Ehefrau dem Reitsport aktiv verbunden sind.

Wahlers selbst war in der Jugend zunächst auf einem Pony und später auf Großpferden im Spring- und Vielseitigkeitssport erfolgreich. Bereits mit 27 Jahren wechselte Heiko Wahlers die Seiten und baut seit 1990 Parcours. „Das hat mich immer interessiert. Ich finde es spannend, bei den Springprüfungen gestalterisch mitwirken zu können“, versichert Wahlers. Wichtig für ihn ist, dass er als Parcourschef den Reitern einen Kurs präsentiert, der das Publikum unterhält, aber auch Pferd und Reiter fordert. Dabei ist es für ihn unerheblich, ob es sich um ein kleines Turnier oder aber um eine große Veranstaltung mit vielen internationalen Springprüfungen handelt. In Deutschland ist Heiko Wahlers seit Jahren Parcourschef bei den „Löwen-Classics“ in Braunschweig, einem internationalen Vier-Sterne-Turnier. „Dort bin ich zusätzlich besonders gefordert, da die Halle nicht groß, aber sehr speziell ist, ich aber trotzdem etwas hinstellen muss, was Reiter, Richter und Zuschauer gleichermaßen überzeugt“, sagt der 51-Jährige.

Die nationale Ausbildung zum Parcourschef dauert vier bis fünf Jahre und umfasst etliche Prüfungen. Um auch international anerkannt zu sein, folgen weitere Jahre Ausbildung und Prüfungen. „Bei mir hat alles zusammen rund 13 Jahre gedauert, bis ich mein heutiges Standing erreicht hatte“, verrät Wahlers. Er darf außer bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften überall als Parcourschef tätig sein.

Auf den Turnieren arbeitet der 51-Jährige mit einem Team zusammen, zu dem auf jeden Fall ein Parcoursassistent und einige Helfer gehören. „Die suche ich mir oft selbst aus oder sie werden nach Absprache vom Veranstalter gestellt“, sagt Wahlers. Wichtig für einen Parcoursbauer ist es, einen guten Kontakt zu den Reiterinnen, Reitern und Richtern zu haben. „Den Sport machen wir zusammen. Daher sollte der Umgang miteinander freundschaftlich, aber respektvoll sein“, fordert Wahlers.

Kommt man auf eventuelle Vorbilder zu sprechen, fällt sofort der Name Frank Rothenberger, der seit über zehn Jahren nicht nur in Aachen verantwortlich ist, sondern auch fast auf der gesamten Global Champions Tour von Hamburg bis Sao Paulo. „Von ihm habe ich einiges gelernt. Er vertritt fast die gleiche Philosophie wie ich und legt viel Wert auf Kreativität bei Gestaltung und Konstruktion von Hindernissen“, sagt der Scheeßeler.

Durch das Computerzeitalter hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges, aber nicht ganz viel für den Scheeßeler verändert. „Ein Laptop ist ein gutes Hilfsmittel, doch die Ideen muss ich immer noch selbst haben“, so Wahlers, der noch gerne viele Jahre als Parcourschef die nationale und internationale Springreiterszene begleiten möchte. „Entscheidend dabei sind die körperlichen Voraussetzungen und die Gesundheit, mein Beruf als Versicherungskaufmann und natürlich meine Familie. „Wenn ich nicht mehr alles unter einem Hut bekomme, mache ich sofort Schluss“, verrät der vitale Scheeßeler.

Karten für die VER-Dinale können unter 04231/62965 oder per Mail unter tickets@ver-dinale.de oder gstroeve@t-online.de. bestellt werden. Formulare dazu gibt es auch im Internet unter www.ver-dinale.de.

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