4:3:3 scheitert / Starker Bormann leitet Debakel ein / Langwedels Braatz schnürt Dreierpack

Verzockt: Pohlner spielt FSV in die Karten – 3:5

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Die Szene täuscht: Zwar läuft Pascal Deke (r.) hier Langwedels Dennis Groß davon – im gesamten Match hatten die Dörverdener aber das Nachsehen. Am Ende gewann der FSV 5:3.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. DörverdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Er tat es nicht freiwillig – durfte sich aber auch nicht wundern, dass ausgerechnet er zum Opfer der „Ice Bucket Challenge“ taugte. Yannick Braatz wurde nach dem 5:3 (4:1)-Sieg seines FSV Langwedel-Völkersen im Bezirksliga-Derby beim TSV Dörverden übergossen und stand pitschnass am Mittelkreis. Mit seinen drei Treffern war der Stürmer gestern Nachmittag zum Matchwinner avanciert und hatte sich diesen „Lohn“ redlich verdient.

Die meisten Dörverdener bekamen diese Aktion gar nicht mit, zu sehr wirkten sie nach der Demontage wie schockgefroren. Nils Pohlner fand trotzdem die richtigen Worte: „Da habe ich mich wohl verzockt. Es hat überhaupt nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte.“ Was dem Coach daneben geraten war, musste er bereits nach 31 Minuten und einem 0:3 wieder ändern: Mit dem 4:3:3-System kamen seine Grün-Weißen überhaupt nicht zurecht, spielten dem FSV praktisch in die Karten und wurden regelrecht überlaufen. Fortan agierten die Platzherren im 4:1:4:1.

„Ich wollte mit drei Stürmern bei schnellem Umschalten vorne Gleichzahl herstellen, um so zu Torchancen zu kommen. Das hat Langwedel jedoch nicht zugelassen“, sah Pohlner seine Maßnahme als gescheitert an. Die Ironie des Schicksals erläuterte sein Gegenüber Stefan Adler, der Coach Sascha Lindhorst (Urlaub) vertrat: „Eigentlich wollten wir im 4:3:3 spielen. Weil das aber Dörverden tat, sind wir beim 4:4:2 geblieben.“ Die richtige Entscheidung der Auswärts-Elf, die sich wie verwandelt gegenüber dem 0:4-Debakel vor Wochenfrist gegen den TuS Zeven zeigte.

„Wir sind vorne aggressiv draufgegangen, haben über den Kampf ins Spiel gefunden und eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten“, freute sich der eigentliche FSV-Torwarttrainer. Und Langwedel, gestern mit dem Sturmduo Tino Heimbruch/Yannick Braatz unterwegs, profitierte von der frühen Führung: Der starke Frederick Bormann traf aus 18 Metern flach ins Eck – 1:0 (7.). Dörverden war fortan offen wie ein Scheunentor, Braatz nach Hacken-Vorlage von Heimbruch (24.) und Alexander Stockmann mit sehenswertem Direktschuss in den Winkel (31.) nutzten das zum 3:0. Nur drei Minuten später legte Braatz nach feinem Solo von Daniel Throl zum 4:0 nach. Zwar kamen die Gastgeber durch Dennis Neumann zum 1:4 (35.), ließen jedoch in Hälfte zwei erneut zahlreiche Chancen zu. Aber nur Braatz markierte mit seinem dritten Streich das 5:1 (66.). Als der FSV zu sorglos agierte, verkürzten Andreas Meyer nach Konter (75.) und Onur Kaya per Kopf (83.) auf 3:5.

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