32-Jähriger beendet nach 28 aktiven Jahren seine Karriere / „Mir blutet das Herz“

Denker – eine SG-Institution geht in „Handball-Rente“

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Nur noch einmal wird Patrick Denker vor heimischen Publikum für die SG Achim/Baden auflaufen.

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Befragt nach seiner ersten Saison im Trikot der SG Achim/Baden, gerät Patrick Denker mächtig ins Grübeln. „Ob es nun elf oder sogar zwölf Jahre sind – ich bin mir da selbst nicht so ganz sicher“, gibt der Rückraumspieler unumwunden zu. Ganz sicher ist sich der 32-Jährige jedoch darüber, dass diese Saison definitiv seine Letzte als aktiver Handballer sein wird.

Wer Patrick Denker in der aktuellen Spielzeit auf dem Parkett erlebt – der mag sich die SG künftig ohne den Linkshänder nicht vorstellen. Schließlich zählt „Paddy“ gefühlt längst zum Inventar des Kreisverdener Aushängeschildes. Und als wäre das allein nicht schon Grund genug für eine Fortsetzung seiner Karriere, ist der 32-Jährige auch sportlich für den künftigen Oberligisten nahezu unverzichtbar. Noch immer ist Denker, der bei der SG alle Höhen und Tiefen des Sports miterlebt hat, Leistungsträger und Führungsspieler in einer Person. Dessen ist sich „Paddy“ auch bewusst. „Natürlich ist das ein sehr großer Schritt für mich. Zumal ich seit 28 Jahren als Handballer aktiv bin. Daher blutet mir, wenn ich an mein Karriereende denke, schon jetzt das Herz“, gibt der Familienvater auch deutlich zu verstehen.

Schon im Januar hat sich Denker erstmals mit einem Abschied beschäftigt. Dabei spielt die aktuelle Saison, in der das Ziel Klassenerhalt in der 3. Liga ja klar verfehlt wurde, keine Rolle für seinen Entschluss. „Wenn ich etwas mache, dann professionell. Für alles andere bin ich einfach zu ehrgeizig. Da ich mich im vergangenen Jahr mit einem Architekturbüro selbstständig gemacht habe und zudem Vater geworden bin, würde ich zwar gerne auch bei jedem Training dabei sein, schaffe es aber nicht. Daher ist es für meinen Anspruch nur konsequent, wenn ich jetzt aufhöre“, bleibt der Familienvater seiner Linie treu. „Außerdem kann ich jetzt noch mit einem vernünftigen Gefühl abtreten und muss mir hinterher nicht vorwerfen, dass ich den richtigen Zeitpunkt verpasst habe.“

Auch wenn Denker künftig erstmal durchatmen und den neuen Lebensabschnitt genießen will, wird er der SG auch weiterhin verbunden bleiben. „Dafür war es dann einfach eine zu geile Zeit. Angefangen bei den sensationellen Zeiten in der 2. Liga bis hin zum finanziellen K.o. Mehr Licht und Schatten ging ja schon gar nicht mehr“, denkt „Paddy“ gerne zurück. Aber nicht nur die sportliche Situation, sondern auch die sozialen Kontakte waren immer von ganz großer Bedeutung für den zukünftigen „Handball-Rentner“: „Das werde ich sicher nicht abreißen lassen. Dafür sind in der langen Zeit zu viele Freundschaften entstanden.“ Auf die faule Haut legen kommt für Denker nicht in Frage: „Irgendwas werde ich schon machen. Möglich ist auch, dass es in Richtung Trainer geht. Denn ich hätte schon Lust jungen Leuten Handball zu vermitteln. Aber das ist erstmal Zukunftsmusik. Denn nach der intensiven Zeit in den vergangenen Jahren gilt es den Kopf frei zu bekommen und durchzuatmen.“

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