Viele falsche Entscheidungen

29:32 – Oytens A-Jugend reicht fantastische erste Halbzeit gegen HSV nicht

Energisch gegen Hamburgs Maxim Swiedelsky durchgesetzt: Oytens Timo Blau agierte beim 29:32 effektiv. J Foto: Hägermann

Oyten - Von Björn Lakemann. Auch eine fantastische erste Halbzeit brachte den Bundesliga-Handballern des TV Oyten gestern gegen den Handball Sport Verein Hamburg beim 29:32 (19:16) nichts ein. Im Gegenteil: Während die Hansestädter lautstark „hier regiert der HSV“ zum Besten gaben, waren die gastgebenden A-Jugendlichen verständlicherweise am Boden zerstört.

„Nur kämpfen reicht halt nicht aus. Außerdem haben wir zu viele Treffer aus dem Zentrum kassiert und etwas phlegmatisch agiert“, fand Übungsleiter Thomas Cordes als Erster die Sprache wieder: „In einem Spiel auf Augenhöhe haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Heute fehlte überall ein wenig.“ Ins gleich Horn stieß der vierfache Torschütze Robin Hencken: „Knackpunkt war, dass wir schon vor der Pause einbrachen. In einem temporeichen Spiel profitierten hiervon die Gäste.“

Und wirklich hatten die Oytener die Fans, unter ihnen viele lautstarke Hamburger, in Halbzeit eins mit einer Sahnevorstellung positiv überrascht. Der Start glückte, Kreisläufer Timo Blau stellte auf 6:3 (8.) – die HSV-Deckung präsentierte sich porös. Nach dem 13:11 (20.) schafften die Hausherren mit einem 4:0 eine vertrauensbildende Maßnahme, als Niko Korda auf 17:11 (23.) stellte. Einzig der treffsichere Jan-Erik Kaage war mit seinen neun Toren die Hamburger Lebensversicherung. Bis zur 26. Minute (19:13, Max Borchert per Siebenmeter) lief es. Dann begann das Dilemma, bis zum Wechsel schafften die HSV-er noch drei Buden und hatten Lunte gerochen. „Das war eine unserer besten Halbzeiten in dieser Saison“, wusste der effektive Timo Blau.

„Im zweiten Abschnitt haben wir offensiver gedeckt. Und zwar mit Herz und Verstand“, ließ HSV-Trainer Mirco Demel wissen. Nur in den ersten vier Minuten hatte Oyten noch was zu lachen, als Korda auf 22:18 stellte. Dann übernahm das Team aus der Hansestadt eindeutig das Zepter, schaffte einen 6:0-Lauf binnen acht Minuten und führte plötzlich 24:22 (43.). Zwar gelang dem treffsicheren Linkshänder Kilian Tiller, der immer besser in Fahrt kommt, noch das 26:26 (48.), doch die Hamburger profitierten nun von ihrer stärkeren Zweitbesetzung und schafften beim 30:26 (56.) die Entscheidung. Auch der Einsatz des siebten Feldspielers brachte Oyten nichts mehr ein. Damit bleibt der TVO in eigener Halle sieglos.

TV Oyten: Möller, Lüdersen; Seliger, Brandt (1), Blau (5), Sibahi (5), Timmermannn, Borchert (6/3), Fischer, Hencken (4), Korda (3), Tiller (3), Grittner, Brüns (3).

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