Stemmens Fußballerinnen fühlen sich „veräppelt“, steigen aber über die Relegation auf / „Deutlich verjüngt“

20 TV Stemmen: Zwei Mal Zweiter – ein „Meister der Herzen“

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Bild mit selbstgebastelter Meisterschale: Auch wenn ihnen der Titel wieder genommen wurde, stiegen die Fußballerinnen des TV Stemmen in die Landesliga auf. ·

Kreis-Rotenburg - STEMMEN · Was den Fußballerinnern des TV Stemmen vergangene Saison am letzten Spieltag der Bezirksliga widerfahren ist, wünscht sich kein Team!

Über eine Stunde lang fühlte sich die Mannschaft als Meister, feierte bereits kräftig und ließ sich auch für ein entsprechendes Foto mit selbstgebastelter Schale ablichten. Dann gab’s die Enttäuschung: Aufgrund eines falsch eingetragenen und später korrigierten Ergebnisses lag doch der Buchholzer FC ganz vorne – Stemmen blieb quasi nur der Titel des „Meisters der Herzen“. Trotzdem stieg der Club über die Relegation (4:1 gegen Teutonia Uelzen) in die Landesliga auf.

Gleich zwei Mal wurde die Mannschaft von Coach Heiko Schreiber sogar Zweiter, denn auch im Finale des Bezirkspokals hatten sich die Stemmerinnen geschlagen geben müssen, nachdem sie schon auf Siegkurs lagen. Nach einer 3:1-Führung hatten sie sich aufgrund einer 3:5-Niederlage auch hier hinter dem gastgebenden Buchholzer FC einreihen müssen. Doch das nervte Schreiber längst nicht so sehr wie die Umstände der verpassten Meisterschaft. „Da ärgert man sich immer noch, dass so ein Fehler passieren und einer ein falsches Ergebnis eingeben konnte. Es ist doch nicht so schwer, zwei Zahlen einzutippen.“

In der aktuellen Saison belegt der Aufsteiger Rang zehn in der Landesliga – doch die Perspektive für mehr ist vorhanden. „Wir haben deutlich verjüngt, wenn wir die Klasse halten, haben wir längerfristig eine gute Mannschaft. Da ist eine Masse Potenzial drin“, glaubt Heiko Schreiber. Noch ist allerdings die 37-jährige Rosi Ruschmeyer im defensiven Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft, auch Tanja Meyer und Julia Schreiber waren entscheidend am Aufstieg beteiligt. „Aber auch Rebecca Ruschmeyer ist als Libero inzwischen eine Bank“, betont der Coach.

Schreiber setzte konsequent auf den Nachwuchs, um ihn aufs Niveau zu bringen: „Unsere Jungen müssen da reinkommen, die musst du spielen lassen“, setzt er den Umbruch in der neuen Klasse fort. Zumal seinem Team die Landesliga durchaus gut tut. „Wenn man einen guten Tag hat, kann man die anderen Teams alle schlagen“, meint der Coach, der mit Co-Trainer Andreas Beckmann einen wichtigen Mann an seiner Seite hat.

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