Zwei Rückstände gedreht – 4:3 in Lüneburg / Als Dritter in die Pause / Drewes am Knie verletzt

Niestädt belohnt RSV mit Siegtreffer

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Jannis Niestädts fünfter Saisontreffer brachte dem RSV drei Punkte ein.

Rotenburg - Wer sagt denn, dass der Rotenburger SV keine Tore schießen und kein Spiel drehen kann? In einer unterhaltsamen, wenn auch nicht hochklassigen Nachholpartie setzte sich der Fußball-Landesligist von der Wümme beim SV Eintracht Lüneburg mit 4:3 (2:1) durch und überwintert damit aussichtsreich als Tabellendritter.

Während Betreuer Jörg Matthies angesichts der Temperaturen von „14 Grad und Frühlingsgefühlen“ sprach, war der Untergrund nicht so optimal zu bespielen. „Wir laufen auf der letzten Rille – und dann noch einmal so ein Kraftakt. Ich zolle den Jungs allerhöchsten Respekt, das zeigt auch, dass sie einen guten Charakter haben“, bemerkte Coach Jan Fitschen. Er hatte personell mächtig improvisieren müssen – unter anderem stand Reservekeeper Sebastian Lauridsen im Kasten, da Stammkraft Henner Lohmann im Urlaub weilte und Karim Attia mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall ausfiel. „Sebastian hat seine Sache aber sehr gut gemacht“, fand Fitschen.

Ärgerlich war der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Christoph Drewes, der im Rasen hängenblieb und sich dabei das Knie verdrehte (69.). Per Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus gebracht. „Das sah nicht so gut aus“, hofft Fitschen auf eine weniger schlimme Verletzung. Zu diesem Zeitpunkt lag der RSV durch zwei „Geschenke“ nach der Pause, die David Mehl jeweils nutzte, mit 2:3 hinten (53./57.) – warf dann aber alles nach vorne und wurde belohnt. Zunächst verlängerte Patrick Brillowski mit dem Hinterkopf einen Freistoß über Lüneburgs Keeper Sahin Eser zum 3:3 (78.), drei Minuten später verwertete Jannis Niestädt einen Querpass von Atilla Iscan zum 4:3.

Schon in der ersten Hälfte hatte der RSV einen Rückstand gedreht. Dennis Grienig hatte zum Lüneburger 1:0 getroffen (16.), Yannik Malende glich aber per Schuss in den Winkel aus (20.) und Kevin Klützke überraschte Keeper Eser mit einem 20-Meter-Schuss (34.).

maf

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