Doch verpflichtet werden Tokio Nakai und Norikazu Murakami nicht

Zwei Japaner im RSV-Trikot

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Tokio Nakai (l.) und Norikazu Murakami trugen nur ein Mal das RSV-Trikot – verpflichtet werden sie nicht. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseELSDORF · Premiere beim Rotenburger SV: Erstmals in der Vereinsgeschichte liefen zwei Japaner im Trikot des Fußball-Oberligisten auf – und zwar im Testspiel gegen den TSV Buchholz 08 bei den Elsdorfer Pokalwochen.

Doch auf eine Verpflichtung von Tokio Nakai (32) und Norikazu Murakami (31) verzichtet der Wümme-Club – aus finanziellen und auch konzeptionellen Gründen. „Das ist beschlossene Sache“, bestätigte gestern auf Nachfrage der Marketingbeauftragte Paul Metternich, der auch den Kontakt hergestellt hatte.

Am Freitag waren Nakai und Murakami, die seit einigen Jahren in Deutschland spielen, aber derzeit vereinslos sind, angereist, hatten zwei Trainingseinheiten absolviert und einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. „Kicken können die beiden“, stellte auch Kapitän Tim Ebersbach fest. Und Coach Benjamin Duray meinte: „Es sind gute Fußballer, sehr solide und erfahren. Sie haben eine gewisse Qualität, auch wenn sie athletisch noch zulegen müssten.“

Gegen Buchholz hinterließ Murakami auf der Sechserposition den auffälligeren Eindruck. Der Mann mit den imposanten Oberschenkeln agierte abgeklärt, ballsicher und mit gutem Auge, bereitete zudem die Führung vor und demonstrierte dabei, dass er eigentlich eher ein Stürmer ist. Der Globetrotter aus Yokohama – er spielte schon in Singapur, Südafrika sowie Indien und bestritt letzte Saison 14 Spiele (ein Tor) für Drittligist Alemannia Aachen – ist bei Transfermarkt.de mit einem Marktwert von 150 000 Euro gelistet, wäre allerdings ablösefrei gewesen.

Ebenfalls eine Offensivkraft ist Tokio Nakai, den Duray eine Halbzeit lang testete – auf der linken und auch auf der rechten Seite. Auch er hinterließ einen guten, aber eben keinen überragenden Eindruck. „Ich bin seit drei Jahren in Deutschland“, berichtete er. Die letzten beiden Spielzeiten stand Nakai beim Regionalligisten TuS Koblenz unter Vertrag, kam dort zu sechs Toren in 46 Einsätzen.

Mehrere Argumente dürften jedoch gegen die Asiaten gesprochen haben – neben dem finanziellen Aspekt bekleiden die beiden Positionen, die beim RSV eigentlich gut bestückt sind. Die Problemzone der Rotenburger ist jedoch die Innenverteidigung, die zu dünn besetzt ist. Und ob die Verpflichtung von zwei auswärtigen Spielern, die womöglich eigenen Talenten den Platz wegnehmen würden, Sinn gemacht hätte, darf auch bezweifelt werden. „So richtig passen sie nicht in das Konzept des RSV“, meinte denn auch Metternich. So reisten Nakai und Murakami auch bereits am Samstagabend mit der Gewissheit ab, nicht wieder zurückzukommen.

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