Tölle sagt zu

Basketball-Zweitligist verpflichtet Schinkel und holt Saidi zurück

Janina Schinkel hält eine Schlange in den Händen.
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Zeigt Biss: Janina Schinkel hat keine Angst vor Schlangen und neuen Herausforderungen.

Auf der Guard-Position kann Hurricanes-Coach Christian Greve nach der Verpflichtung von Muska Saidi und Janina Schinkel nun aus dem Vollen schöpfen.

Rotenburg – Zwei Neuzugänge für die Avides Hurricanes: Der Basketball-Zweitligist hat sich quasi im Doppelpack erneut auf der Guard-Position verstärkt. Janina Schinkel kommt von den Gisa Lions des SV Halle und bringt zusätzliche Erstliga-Erfahrung in den Kader von Coach Christian Greve. Mit Muska Saidi kehrt zudem ein bekanntes Gesicht vom Oberligisten Bramfelder SV zurück. Sie spielte in der Saison 2017/2018 bereits für den Nachwuchs der Hurricanes und lernte dort unter anderem Melda Tölle kennen, die nun ebenfalls ihre endgültige Zusage für die neue Saison gegeben hat.

„Melda will in der Gegend bleiben. Sie strebt ihr Studium in Hamburg an. Wenn sie nicht jetzt genommen werden sollte, dann will sie ein, zwei Wartesemester einlegen“, freut sich Greve über die Personalie, die als letzte noch ungeklärt war. Damit sei der Kader – zwölf Damen und drei weitere Trainingsspielerinnen – vollständig.

Freundin spielt in Bremen Zweitliga-Handball

Komplettiert wird er durch die 21-jährige Schinkel. Dass sie aus Halle (Saale) ausgerechnet nach Rotenburg kommt, liegt daran, dass sie gemeinsam mit ihrer Freundin – läuft künftig für die Zweiliga-Damen von Werder Bremen auf – in die Hansestadt gezogen ist. Da es dort aber keinen höherklassigen Frauen-Basketballverein gibt, nahm sie die Einladung zu einem Probetraining der Hurricanes an. „Dort habe ich sie jetzt ein paar Mal gesehen und wir haben uns für eine Verpflichtung entschieden“, erzählt Greve.

In Halle lässt Schinkel Freunde und Familie zurück. „Natürlich ist mir das sehr schwer gefallen, aber ich habe mich auch sehr auf eine neue Challenge gefreut – in einer neuen Stadt“, gibt die junge Basketballerin zu. In ihrer Heimat gehörte sie bereits seit fünf Jahren zum Erstligakader. Dort verbrachte sie in der Halle viel Zeit mit ihrer Schwester und Mitspielerin Laura Schinkel, mit der sie schon alle Jugendteams des Vereins durchlief. Durch den Wechsel nach Rotenburg sind die beiden nun erstmals nicht mehr vereint. „Ich würde mich aber nicht als traurig beschreiben“, meint Schinkel. Es sei einfach ungewohnt und seltsam, die Schwester nicht mehr im Training zu sehen. Und: „Da Laura ja noch in Halle in der ersten Bundesliga spielt, ist es zum Glück nicht so, dass ich gegen sie spielen muss, was es noch seltsamer machen würde.“

Neunter Platz bei der EM

Angesprochen auf ihre geringe Spielzeit – nur rund 35 Minuten in der letzten Saison – sagt Schinkel: „Natürlich hatte ich eher weniger Spielzeit und ich würde mich sehr freuen, hier auch meine Einsatzzeiten zu bekommen, allerdings habe ich nicht den Fokus darauf, nur viel Spielzeit zu erhalten, sondern mich als Spielerin auch weiterzuentwickeln.“

Einige Erfahrungen bringt der Guard mit. Nicht nur aus den Trainingseinheiten im Erstligakader, sondern auch bereits aus ihrer Jugendzeit. In der durchlief sie die mitteldeutsche Auswahl und wurde in die U 16-Nationalmannschaft berufen. 2015 nahm Schinkel sogar bei der Junioren-Europameisterschaft in Porto (Portugal) teil. Dort belegte das Team Platz neun. Der größte nationale Erfolg war der Vizetitel im Final Four der WNBL in München mit den Junior Lions.

Muska Saidi spielte bereits in der Saison 2017/2018 für die Junior Hurricanes.

Neuzugang Nummer zwei Muska Saidi kennt sich in der WNBL ebenfalls aus. Schließlich lief sie unter anderem ein Jahr für die Junior Hurricanes dort auf. Daher kennt sie nicht nur Rotenburg und Scheeßel, sondern auch die eine oder andere künftige Mitspielerin wie zum Beispiel Melda Tölle. Aber auch mit Mirja Beckmann spielte die 20-Jährige zusammen über mehrere Jahre beim Ahrensburger TSV und in der WNBL bei den Metropolitan Baskets aus Hamburg. „Mit Mirja hat es immer Spaß gemacht. Spielerisch agieren wir sehr gut zusammen“, erzählt Saidi und freut sich zudem auf die Gelegenheit, mit Leonie Rosemeyer in einem Team zu sein: „Ich kenne sie noch von der Auswahl, als wir gegeneinander gespielt haben. Wir waren zusammen auf einem DBB-Lehrgang und haben uns dort ein Zimmer geteilt.“

Ein Jahr nach ihrer Station in Rotenburg, 2018, stand für Saidi ein Vereinswechsel zu den Damen der Hamburg Towers an, ehe es ein weiteres Jahr später zum Bramfelder SV ging. Dort läuft sie auch weiterhin mit einer Doppellizenz auf und erhält von ihrem Trainer die volle Unterstützung.

Fünf Guards im Kader

Mit dem Wechsel an die Wümme „erhoffe ich mir eine sportliche Challenge. Ich bin motiviert und ambitioniert, wieder höherklassigen Basketball zu spielen“, gibt sich Saidi optimistisch. In den vergangenen Jahren spielte sie mit ihren Mannschaften von der Ober- bis zur 1. Regionalliga. „Ich denke, dass ich von den erfahrenen Spielerinnen und Christian Greve viel lernen kann“, ist sie überzeugt.

Der Trainer der Hurricanes hat nach der Verpflichtung von Shooting Guard Schinkel und Point Guard Saidi nun auf der Aufbauposition die Qual der Wahl. Dort sind schließlich auch Melda Tölle, Pia Mankertz sowie die US-Amerikanerin Toshua Leavitt, die ebenfalls neu im Team des Zweitligisten ist, zu Hause. Greve freut es: „Die Neuen bringen noch mehr Breite und Tiefe sowie zusätzliche Qualitäten in den Kader.“

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