Fußballerinnen verlieren im Finale des Bezirkspokals nach 3:1-Führung noch mit 3:5 in Buchholz

Die zwei Gesichter des TV Stemmen

Die Enttäuschung ist Stemmens Libero Meike Witt (vorne) ins Gesicht geschrieben, als Pokal-Spielleiter Joachim Weis die Medaillen für Platz zwei überreichte. Annafrid Beckmann (l.) und Anne Rollwagen können aber wenigstens noch lachen. ·
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Die Enttäuschung ist Stemmens Libero Meike Witt (vorne) ins Gesicht geschrieben, als Pokal-Spielleiter Joachim Weis die Medaillen für Platz zwei überreichte. Annafrid Beckmann (l.) und Anne Rollwagen können aber wenigstens noch lachen. ·

Kreis-Rotenburg - Aus Buchholz berichtetMatthias FreeseBUCHHOLZ · Heiko Schreiber wirkte ratlos, als er vor der Werbebande den Löwenzahn pflückte, um ihn gleich daraufhin zu zerrupfen. „So einfach wie dieses Mal war es noch nie“, haderte der Coach des TV Stemmen. Trotz einer 3:1-Pausenführung ließen sich seine Fußballerinnen gestern noch den Bezirkspokalsieg entreißen. Mit 3:5 unterlagen sie im Finale beim Buchholzer FC, dem Bezirksliga-Rivalen.

Das Resümee von Schreiber klang zunächst paradox: „In der ersten Halbzeit haben wir es verloren“, meinte er und spielte damit auf die vielen ausgelassenen Chancen an: „Das 3:1 war noch zu wenig.“ So fasste Buchholz in der Pause noch einmal neuen Mut und drehte vor 200 Zuschauern – darunter rund 70 Anhänger aus Stemmen – die Partie.

Für einen optimalen Start der Gäste hatte Mareike Radtke in der sechsten Minute gesorgt, als sie eine Kombination über Annafrid Beckmann und Anne Rollwagen zum 1:0 abschloss. Den schnellen Ausgleich durch Celina Fuß (12.) beantwortete Stemmen noch schneller – nur eine Minute später legte Rollwagen ideal für Julia Schreiber zum 2:1 auf. Als Rosi Ruschmeyer mit einem Freistoß über Buchholz’ verdutzte Torfrau Nadine Seemann hinweg in den linken Winkel auf 3:1 erhöhte (21.), waren die Weichen eigentlich gestellt.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellte die Schreiber-Crew die Offensivbemühungen komplett ein, während die Abwehr angesichts des zunehmenden Drucks brüchig wurde. Ein sehenswerter Volley aus der Drehung von Kirsten Tyman (55.) und ein satter Schuss von Lisa-Farina Renk, der Torfrau Christin Lehmann durch die Hände flutschte (59.), leiteten die Wende ein. „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht wiederzuerkennen, auch die Körpersprache war nicht da“, sah Schreiber die zwei Gesichter seines Teams in einem Spiel. Die Tore von Tyman (73.) und Fuß (81.) zum 5:3 waren da nur eine Frage der Zeit. Stemmen hatte nichts mehr entgegenzusetzen, zumal mit Linda Elmers eine Stürmerin wegen eines Muskelfaserrisses und einer Sprunggelenksverletzung schmerzlich vermisst wurde.

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