Zwei Brüder gewinnen zeitgleich mit unterschiedlichen Teams den Kreispokal

Der doppelte Jessen-Jubel

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Zwei Brüder, zwei Pokale: Der 19-jährige Lennart Jessen (l.) siegte mit der JSG Wiedau/Bothel, Henrik Jessen (17) mit der JSG Vissel.

Wittorf - Von Matthias Freese. Das dürfte es noch nicht gegeben haben: Zeitgleich spielten die Wittorfer Brüder Lennart und Henrik Jessen auf zwei nebeneinanderliegenden Plätzen – zeitgleich holten sie in Hesedorf den Kreispokal mit ihrem Team, der U19 der JSG Wiedau/Bothel und der U18 der JSG Vissel 90. Und auf dem Grünstreifen zwischen den beiden Spielfeldern stand ihr Vater Andreas Jessen, übrigens Vorsitzender des SSV Wittorf, und holte sich fast einen steifen Nacken, weil er beide Partien verfolgte.

Lennart Jessen ist der ältere der beiden Brüder. Der gerade 19 Jahre alt gewordene Stürmer ist mit einem Zweitspielrecht für die JSG Wiedau/Bothel tätig, hatte aber in der abgelaufenen Saison auch schon diverse Einsätze für die Wittorfer Herren in der 1. Kreisklasse. „Lennart wechselt jetzt fest zu uns nach Bothel und wird bei der ersten Herren trainieren. Er hat sich bei uns unheimlich weiterentwickelt und geht den nächsten Schritt“, erzählt sein bisheriger U19-Trainer und künftiger Mitspieler Christoph Meinke. „In den eineinhalb Jahren in Bothel habe ich unglaublich viel mitgenommen. Jetzt will ich dort in der Herren mein Können zeigen, auch wenn die Entscheidung zwischen Wittorf und Bothel nicht einfach war“, gesteht Lennart Jessen, der zur JSG Wiedau/Bothel kam, nachdem sich bei der JSG Vissel das Team des Jahrgangs 1996 aufgelöst hatte.

Sein Bruder Henrik ist 17 Monate jünger und hatte mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand gegen die SG Geestequelle maßgeblichen Anteil am Visseler Kreispokalsieg. Der linke Außenverteidiger wurde mit seinem U18-Team zudem Kreismeister. „Das Spiel am Samstag war unser letztes. Dementsprechend freue ich mich umso mehr darüber, dass wir unseren Abschied mit dem Doublesieg krönen konnten“, meint er. Sein Bruder wurde mit Wiedau/Bothel im älteren Jahrgang Vizemeister und findet: „Es war natürlich cool, dass wir beide eine so erfolgreiche Saison gespielt haben.“

Als beide Finalspiele parallel angepfiffen wurden, galt das Augenmerk aber nur noch dem eigenen Team. „Mit dem Betreten des Platzes war ich komplett auf unser Spiel fokussiert“, so Lennart Jessen. Erst nach seiner Auswechslung in der 64. Minute habe er seinen Vater („Der wusste wirklich nicht, wo er hingucken sollte“) gefragt, wie es nebenan stehen würde. „Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn wir nacheinander gespielt hätten, um uns gegenseitig anfeuern zu können“, bemerkt Henrik Jessen und fügt an: „Vom Spiel nebenan habe ich bis auf das laute Gejubel zwischendurch nicht viel mitbekommen. Da das jedoch stets auf Seiten Bothels zu hören war, konnte ich mir denken, dass Lennarts Team das Finale für sich entscheidet.“

Übrigens: Nächste Saison wird sich Andreas Jessen wohl „zerteilen“ müssen, wenn er bei beiden Söhnen zuschauen will. „Ich werde, wie der Großteil meiner jetzigen Mannschaft, höchstwahrscheinlich für den SSV Wittorf weitermachen“, verrät Henrik Jessen. „Dass wir irgendwann zusammenspielen, wird aber mit Sicherheit so eintreffen. Nur wann und wo, lässt sich jetzt nicht voraussagen“, ergänzt sein Bruder.

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