Bernd Wehmeyer wirbt für das Benefizspiel zwischen HSV und RSV / „Wir lösen ein altes Versprechen ein“

Der zuvorkommende Botschafter

Der HSV ist sein Leben: Bernd Wehmeyer, Clubmanager des Bundesliga-„Dinos“, weilte gestern im Hinblick auf das Benefizspiel beim RSV in Rotenburg. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eine Legende des Hamburger SV zu Gast in Rotenburg: Bernd Wehmeyer unterstützt das Benefizspiel des RSV gegen den HSV.

Die Haare sind ein bisschen dünner geworden. Grau sind sie inzwischen auch – doch die Frisur ist immer noch die gleiche. Bernd Wehmeyer hat sich im Vergleich zu seiner aktiven Zeit als Fußball-Profi nicht groß verändert. Bester Laune und mit einen gesunden Hautfarbe betritt die Legende des Hamburger SV, die in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern die erfolgreichste Zeit des Clubs mit drei Deutschen Meisterschaften und dem Europapokal der Landesmeister mitgeprägt hat, die Stadtwerke Rotenburg, acht Minuten zu spät zur Pressekonferenz.

Wehmeyer, inzwischen 63 Jahre alt, ist in seinem Element. „Clubmanager“, so nennt sich sein Posten, den er seit 1998 beim HSV inne hat. „Markenbotschafter“, findet er selbst, umschreibt sein Aufgabenfeld besser. Eben weil er die Marke HSV in aller Welt repräsentiert. Er nimmt Aufgaben in Dubai, der Heimat des Hauptsponsors, für den Verein wahr. Und organisiert die Freundschaftsspiele des Clubs aus dem Volkspark. An diesem diesigen Dienstag geht es ums Spiel beim Rotenburger SV am 18. Mai im Ahe-Stadion. Bereits am Tag zuvor war er angereist, hatte im Wachtelhof übernachtet und sich abends mit einigen RSVern getroffen.

Wehmeyer ist zuvorkommend zu allen, die seinetwegen da sind: Sponsoren, Journalisten, Vereinsvertreter. Und er scherzt. Als Paul Metternich, Organisator für diese Events beim RSV, gesteht, dass er 2015 mit dem Abstieg gerechnet hatte, wirft Wehmeyer ein: „Was, du hast nicht an uns geglaubt?“

Inzwischen geht es dem HSV sportlich besser. „Und nach dem letzten Wochenende haben wir auch berechtigte Hoffnungen, dass das Spiel zum angedachten Termin durchgeführt werden kann. Wir fühlen uns zwar noch nicht absolut sicher, aber mit dem Sieg in Hannover haben wir einen großen Schritt gemacht“, sagt Wehmeyer. Von vier Freundschaftsspielen unmittelbar nach Saisonende berichtet er – vorausgesetzt, die Relegation geht dieses Mal am HSV vorüber. Wehmeyer erinnert sich nur zu gut an das vergangene Jahr: „Es gibt gewisse Berührungspunkte zwischen dem HSV und dem RSV. Nicht zuletzt durch das Kurztrainingslager, was vielleicht ein bisschen dazu beigetragen hat, dass wir heute noch dabei sind.“

Die Partie in Rotenburg ist eine besondere, denn es handelt sich um ein Benefizspiel zugunsten der Förderstiftung „Hospiz zwischen Elbe und Weser“ aus Bremervörde (siehe Infokasten), der sich der 2014 verstorbene HSV-Kultmasseur Hermann Rieger sehr verbunden gefühlt hat. „Wir lösen mit dem Spiel ein altes Versprechen ein“, verrät Wehmeyer. Sein einstiger Weggefährte Rudi Kargus – früher Keeper, heute Künstler – spendet zudem ein von ihm gemaltes Bild mit dem Namen „Der Profi“, um es für die Stiftung versteigern zu lassen. In welcher Weise das passiert, wollen die Organisatoren noch klären.

Karten für die Partie am 18. Mai gibt es in unserer Geschäftsstelle. Für Bestellungen von mindestens zehn Karten richtete der RSV eine Hotline ein: 0172 - 52 43 885.

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