Maike Sondermann vor dem Sparkassencup über ihre Mehrfachbelastung

„Zum Glück habe ich tolle Kinder“

Maike Sondermann hat aktuell drei Ämter inne und steht viermal unter der Woche in der Trainingshalle.

Rotenburg - Von Nina Knodel  . Beim Sparkassen-Cups versammelt sich die Aerobic-Elite am Samstag (18 Uhr) in der Rotenburger Pestalozzihalle, um die offene niedersächsische Meisterschaft auszutragen. Vor dem vom TuS Rotenburg organisierten Wettkampf haben wir mit der amtierenden Trainerin des Jahres, Maike Sondermann, über den Stand der Vorbereitungen, die Ambitionen der Gastgeber und Mehrfachbelastung gesprochen.

Wie ist der Stand der Vorbereitung?

Alles Grobe ist organisiert. Da wir den Wettkampf schon seit vielen Jahren ausrichten, sind wir relativ routiniert. Außerdem helfen die Eltern sehr viel – ohne sie wäre es kaum möglich.

Welche Ziele hat sich Ihre Mannschaft gesteckt?

Wir wollen im Vergleich zum letzten Wettkampf in Eisenberg eine Leistungssteigerung sehen und damit möglichst gute Platzierungen erzieln. Vor allem für unser Trio 15 - 17 Jahre wünsche ich mir, dass es sein Potenzial zeigen kann.

Was können die Zuschauer erwarten?

Zunächst einmal geht unser Dance-Team das erste Mal in der EM-Konstellation an den Start. Dabei sind wir sehr gespannt, wie sie zusammen wirken und ob sie beim Kampfgericht ankommen. In sämtlichen Nachwuchswettkämpfen wird es Rotenburger Beteiligung geben. Wenn es am Abend um Medaillen geht, werden viele der deutschen Bundeskader-Sportler dabei sein. Nicht zu vergessen sind die Jugend-EM-Starter im Einzel und Trio.

Was sind neben Ihrer Trainertätigkeit beim TuS Rotenburg und der Wettkampforganisation Ihre weiteren Aufgaben?

Ich leite die Sparte Aerobicturnen im Verein und bin Beauftragte für Leistungssport im Niedersächsischen Turnerbund (NTB). Außerdem leite ich das Aerobicturn-Zentrum Nord des Deutschen Turnerbundes (DTB).

Was bedeuten diese Ämter für Sie?

Viel organisatorischen Aufwand. Zu dem aktiven Trainersein, das mir am meisten Spaß macht, kommt viel Bürotätigkeit mit Terminplanung für Trainingscamps. Und natürlich die Durchführung von Trainingsmaßnahmen an Wochenenden und in den Ferien. Außerdem geht einiges an Zeit für die Kommunikation zum technischen Komitee, dem obersten deutschen Gremium, drauf.

Wie oft stehen Sie in der Trainingshalle?

Vier Mal für je zweieinhalb Stunden unter der Woche. Mit unseren Bundeskadersportlern kommen dann noch drei Wochenendtermine pro Monat von ein bis zwei Tagen dazu.

Wie schaffen Sie es, das alles mit zwei kleinen Kindern zu Hause unter einen Hut zu bekommen?

Zum Glück habe ich ganz tolle Kinder, die viel Spaß haben, mit in der Halle zu sein. Außerdem habe ich natürlich viel familiäre Unterstützung und auch ein Trainerteam, das einspringt, wenn es bei mir mal nicht geht.

Was sind Ihre Ziele für die nahe Zukunft?

Ein gutes Abschneiden bei der diesjährigen EM und DM und die Teilnahme an der WM im nächsten Jahr.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich fürchte, dann sieht es bei mir noch genauso aus wie heute.

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