RSV zieht Traditionsclub SV Meppen / „Bei denen wäre es fast noch besser“

Ein nicht ganz problemloses Los

Rotenburg - Gemischte Gefühle bei den Oberliga-Fußballern des Rotenburger SV: Im Viertelfinale des Niedersachsenpokals wurde ihnen der traditionsreiche Regionalligist SV Meppen zugelost. „Geil“, entfuhr es RSV-Kapitän Tim Ebersbach als erste Reaktion. Und doch ist es ein nicht ganz unproblematisches Los für den Wümme-Club.

Zwei Siege – und das Finale im NFV-Pokal sowie automatisch die Qualifikation für den auch finanziell lukrativen DFB-Pokal wäre geschafft. Angesichts der Konkurrenz sind die Chancen des Rotenburger SV jedoch minimal, denn bis auf den Türkischen SC Vahdet Braunschweig aus der Landesliga kommen sämtliche Mitbewerber aus den höheren Klassen. „Und wenn man sieht, dass Vahdet Braunschweig den Oberligisten 1. SC Wunstorf mit 5:1 abgeschossen hat, ist leicht für die der falsche Begriff“, sagt der RSV-Vorsitzende Henri Ohlmann.

Was ihm vielmehr Sorgen bereitet, ist der Termin – angesetzt ist das Viertelfinale vom Verband für den 20. August um 19 Uhr. Da das Ahe-Stadion über kein Flutlicht verfügt, müsste aber vermutlich früher angepfiffen werden. Keine attraktive Zeit, um möglichst viele Zuschauer ins Stadion zu holen. Ohlmann will nun das Gespräch mit den Emsländern suchen, um abzuklären, ob auch ein anderer Termin möglich ist. Schließlich ist das Halbfinale erst für den 6. April angesetzt. Zudem gibt Ohlmann zu bedenken, dass die Partie gegen Meppen „auch sicherheitsmäßig“ nicht ganz einfach zu händeln ist, „da die ja auch durchaus problematisches Fanpotenzial haben“.

Als unterklassiger Protagonist genießt der RSV das Heimrecht, dennoch merkte auch Tim Ebersbach trotz aller Freude schon an: „Bei denen zu spielen, wäre fast noch besser.“ Nicht nur wegen der Kulisse. Schließlich brachte es der Vorjahres-Vierte der Regionalliga letzte Saison auf durchschnittlich mehr als 1800 Zuschauer. Und die Einnahmen im Pokal werden bekanntlich geteilt …

maf

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