Zehnter beim Beeke-Duathlon / Schröters Sieg mit Spitzenzeit

Halatsch ist bereit für Würzburg

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Da seine Zeitfahrmaschine in der Werkstatt ist, musste Niels Halatsch auf sein herkömmliches Rennrad zurückgreifen – ein kleiner Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Max Schröter ließ sich von nichts und niemandem aufhalten – weder von einer kleinen Kollision unmittelbar nach dem Start mit Marcel de Lannoy (Tri Endurance Germany) noch vom zwischenzeitlichen Rad-Überholmanöver seines Teamkollegen Philipp Herber. Der rothaarige Triathlet des Zweitligisten Tri Team Hamburg entschied trotzdem den neunten Beeke-Duathlon des TV Scheeßel für sich und benötigte für die Strecke (5 km - 20 km - 5 km) nur 1:05:55 Stunden. Bester Lokalmatador war Niels Halatsch (TuS Rotenburg) als Zehnter in starken 1:11:47.

„So hatte ich es mir vorgestellt. Es ist alles aufgegangen“, bemerkte der 21-jährige Sieger und strahlte. Bereits nach 15:19 Minuten war er von der Fünf-Kilometer-Strecke in die Wechselzone eingelaufen, musste die Führung auf dem Rad allerdings an Philipp Herber abgeben. „Ich wollte da nur nicht zu viel Zeit verlieren“, erzählte Schröter, holte den vier Jahre älteren Kontrahenten auf den abschließenden fünf Laufkilometern wieder ein und kam 39 Sekunden vor ihm ins Ziel.

Auf Platz drei hatte sich Vorjahressieger Frank Reimann (Triathlon Team Lüneburg/1:08:58) noch vorgekämpft, nachdem der 35-Jährige, der bei seinen sieben bisherigen Starts in Scheeßel nie schlechter als Zweiter war, zwischenzeitlich nur auf Rang sechs gelegen hatte. Reimann profitierte allerdings von einem Fauxpas der lange vor ihm liegenden Robert Kores und Fabian Günther (beide Tri Team Hamburg). „Wir haben uns verlaufen, weil da kein Streckenposten stand“, ärgerte sich Günther.

Niels Halatsch hatte als Lokalmatador keine Probleme mit der Orientierung, lobte die Organisation und zeigte einen beherzten Wettkampf. Insbesondere seine Laufzeiten (16:29/ 19:08 Minuten) sprechen für seine derzeitige Form. „Würzburg kann kommen“, stellte er im Hinblick auf den Marathon im Mai, für den er gemeldet hat, fest. „Das Radfahren war aber ganz schön anstrengend. Da konnte ich nicht so Druck machen wie die anderen“, bemerkte der 26-jährige Rotenburger. „Und das Niveau war echt stark.“ Kleiner Nachteil für Halatsch: Als einziger aus dem Feld der „Cracks“ griff er auf sein herkömmliches Rennrad zurück, da seine Zeitfahrmaschine gerade zur Reparatur in der Werkstatt ist.

Manche Athleten hatten mir ihren Zweirädern ganz andere Probleme – insbesondere das Anfahren am Berg fiel einigen schwer, da sie offensichtlich die falschen Gänge gewählt hatten. Hinzu kamen auf der Strecke heftige Windböen und ein „starker Seitenwind“, wie Schröter berichtete. Marcel de Lannoy verlor seinen Platz in der Spitzengruppe zudem, als sich sein Vorderrad kurz vor der Wechselzone querstellte und er zu Fall kam. Er gab daraufhin auf. Ein weiterer Starter stürzte in Jeersdorf auf der L131 etwas schwerer und wurde mit einer Wirbelverletzung vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht.

Als schnellste Frau kam übrigens Anke Hennecke (Kaifu Tri Team/117:12) ins Ziel. Lokalmatador Detlef Brunckhorst (TV Scheßel/1:25:25) wurde 53. der Männer, Jens Schülermann (TuS Westerholz/1:27:18) folgte als 59., Alexandra Abele (TuS Rotenburg/ 1:41:01) landete bei den Frauen auf Rang zwölf. 145 von fast 200 gemeldeten Athleten kamen letztlich ins Ziel.

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