24-jährige Tschechin ist als erster Hurricanes-Profi eingezogen

Zaplatova startet neuen Lebensabschnitt

Momentan noch ein bisschen einsam: Petra Zaplatova steht in der Eingangstür ihrer neuen Unterkunft und wartet auf die Mitbewohnerinnen. - Foto: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Noch ist es ziemlich still im „Dome“, wie die Basketballerinnen der Avides Hurricanes ihre WG im ehemaligen Internatsgebäude einst getauft haben. „Zuerst war es doch ein bisschen unheimlich so ganz allein“, gesteht Petra Zaplatova und lacht. „Aber mit meinen Mitspielerinnen wird es hier bestimmt großartig.“ Die 24-jährige Tschechin bewohnt den großzügigen Gebäudetrakt derzeit allein, ehe in einer Woche die weiteren Profis Laura Dally, Ashley Southern, Evita Iskola und Minna Sten einziehen werden.

Nachdem der neue Pointguard der Hurricanes am Wochenende angereist war (ihre Eltern hatten sie hergefahren), stand gestern Abend die erste Trainingseinheit auf dem Plan. Für Zaplatova beginnt damit zugleich „ein neuer Lebensabschnitt. Ich bin aber nicht ängstlich, sondern total aufgeregt.“ Die Hurricanes sind ihre erste Station außerhalb ihres Heimatlandes, dort war sie zuletzt bei VS Prag die überragende Akteurin.

Und zwar so überragend, dass sie nach der vergangenen Saison in die „Verlängerung“ ging – mit der Nationalmannschaft. In China und in Tschechien absolvierte sie mehrere Länderspiele. „Einige der Besten hatten frei bekommen, das Team war sehr jung“, erzählt Zaplatova. Schließlich gilt es in Tschechien, ein Team mit Perspektive aufzustellen – eines, das im nächsten Jahr bei der Europameisterschaft im eigenen Land eine gute Rolle spielen kann. „Und es ist mein Ziel, dann dabei zu sein. Ich muss an mir arbeiten, an meinen Fähigkeiten, an meiner Physis. Aber diese EM in der Heimat ist schon etwas Besonderes“, sagt die Aufbauspielerin.

Doch die Titelkämpfe sind nicht der Hauptgrund, weshalb sie die tschechische Liga verließ. „Ich wollte schon immer mal raus, andere Länder, andere Leute kennenlernen.“ Das kann sie in Scheeßel. „Ich kenne hier niemanden.“ Nicht einmal ihren Trainer Tomas Holesovsky, obgleich dieser doch ihr Landsmann ist. „Natürlich hatte ich von ihm gehört, aber getroffen hatten wir uns noch nie.“

Informationen über das deutsche Oberhaus holte sich Petra Zaplatova derweil von Katerina Hindrakova, die vergangene Saison noch beim Deutschen Meister TSV Wasserburg spielte. „Sie hat mir erzählt, dass die deutsche Liga vielleicht noch etwas härter und schneller ist als die tschechische.“ Zumal dort jetzt einige bekannte Spielerinnen ihre Karriere beendet hätten oder aber ebenfalls ins Ausland gewechselt seien.

Erste Erkundungen hat Zaplatova auch bereits in Scheeßel unternommen – wo sind die Läden, wo die Restaurants? Alles zu Fuß. „Eine sehr kleine Stadt“, hat sie bereits festgestellt. Aber auch erkannt: „Es ist sehr dicht beisammen, die Sporthalle, das Fitnessstudio. Und die Leute sind alle sehr freundlich.“

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