Hurricanes treffen im Halbfinale erneut auf Grünberg / „Nicht nur ein gutes Spiel“

Young wirft sich beim 72:51 für die Play-Offs warm

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Pia Mankertz (liegend) und ihre Hurricanes sind nicht zu Boden gegangen, sondern haben auch aus ungewöhnlicher Position den Ball gespielt. Hier stehen Kierra Mallard (Mitte) und Hannah Pakulat (hinten) bereit, während Grünbergs Natascha Heuser stört. ·

Scheessel - Von Matthias Freese. Auf die Anzeigetafel blickt Christian Greve nicht so häufig – musste er in dieser Saison auch nicht, schließlich fielen die Siege seiner Avides Hurricanes in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen meist deutlich aus. In der Schlussphase des letzten Punktspiels richtete der Coach des Spitzenreiters die Augen aber doch kurz schräg links nach oben.

Emotionen: Emma Stach jubelt von der Bank aus.

„Und ich war überrascht, dass es doch so klar war“, gestand er nach dem 72:51 (36:27)-Heimsieg gegen die Bender Baskets Grünberg, die nun auch im Play-Off-Halbfinale der Gegner sein werden. Eine Hoffnung erfüllte sich damit nicht: Pia Mankertz hätte lieber gegen die BG 74 Göttingen im Halbfinale gespielt – „weil die Fahrt einfach angenehmer ist“, wie die Kapitänin einräumte. Doch Göttingen verpasste die Play-Offs durch eine 65:86-Niederlage beim Tabellenzweiten TK Hannover, der wiederum das zweite Semifinale gegen den Tabellendritten Eintracht Braunschweig bestreitet. „Das ist kein Wunschkonzert. Grünberg hat es sich verdient – und dann nehmen wir das auch so hin“, kommentierte Coach Greve die Paarungen und die Reise nach Hessen.

Die Hurricanes im Fokus: Für den vereinseigenen YouTube-Kanal wurde wieder fleißig gefilmt.

Trotz der zwei klaren Saisonsiege gegen Grünberg warnt Pia Mankertz davor, sich bereits im Finale zu wähnen. „Angst sollte man vor ihnen nicht haben, aber Respekt. Man sieht doch am zweiten Viertel, dass es anders laufen kann.“ Wohl war: Nach einem furiosen 30:11 im ersten Durchgang gaben die Hurricanes den folgenden mit 6:16 ab. „Da waren wir uns zu sicher und haben ein bisschen zu viel zurückgefahren, weil ich gesagt habe, ruhig weiterzuspielen“, erklärte Greve. Zudem nutzte er den Vorsprung zum Wechseln. Am Ende hatte von seinen acht Spielerinnen jede mindestens 13 Minuten auf dem Feld gestanden. Am effektivsten war wie schon in der Vorwoche die Amerikanerin Janae Young. Ihre 30 Einsatzminuten nutzte sie zu 32 Punkten, 13 Rebounds, drei Assists und zwei Steals. „Das ist schon eine tolle Leistung mit unglaublichen Zahlen“, verwies Greve auch auf die Quoten. Für ihre vier Dreier benötigte Young nur fünf Versuche, bei den Zweiern lag die Ausbeute bei 61 Prozent, bei den Freiwürfen bei 80. Young hat sich ganz offensichtlich in Play-Off-Form gebracht. „Und diese Leistung wird sie da auch wiederholen“, ist ihr Coach sicher.

„Allerdings war das nicht nur ein gutes Spiel von uns“, schränkte Christian Greve in seiner Analyse auch ein. Was ihn störte, waren in der Defense einige Lücken im Halbfeld, durch die es Grünberg bisweilen zu leicht hatte. „Und mich ärgert auch, dass wir Kierra Mallard nicht so ins Spiel gebracht haben wie gewohnt.“ Die amerikanische Centerin kam so nur zu fünf Punkten. Neben Young punkteten mit Pia Mankertz (12) und der vor allem nach der Pause stärker werdenden Emma Stach (14) noch zwei Hurricanes-Spielerinnen zweistellig. Bei den von Philipp Sparwasser gecoachten Gästen aus Mittelhessen gelang dieses keiner Akteurin! Sie spielen allerdings auch ohne echte Profispielerin und hatten ihre beste Punktesammlerin und Rebounderin Ama Degbeon an diesem Tag an den Erstliga-Kooperationspartner BC Marburg abgeben müssen. „Auch bei uns ist Potenzial, um sich in der Defense zu steigern. Aber da haben wir jetzt zwei Mal die Möglichkeit, um das zu beweisen“, betonte Greve.

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