Überragende Saison im Tor des TuS Rotenburg

„Einfach eine gute Phase“ für Yannick Kelm

Eine der ungeliebtesten Aufgaben für Yannick Kelm ist es, den Ball aus dem Tor zu holen. Gegen Edewecht musste er es jedoch nur 18 Mal – meist blieb der Keeper des TuS Rotenburg Sieger in den Duellen. - Foto: Freese
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Eine der ungeliebtesten Aufgaben für Yannick Kelm ist es, den Ball aus dem Tor zu holen. Gegen Edewecht musste er es jedoch nur 18 Mal – meist blieb der Keeper des TuS Rotenburg Sieger in den Duellen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Yannick Kelm hat einen Lauf: Der Keeper des TuS Rotenburg liefert in dieser Saison der Handball-Oberliga eine Glanzleistung nach der nächsten ab – und weiß selbst gar nicht genau, woran das liegt, wie der 26-Jährige im Interview nach dem 25:18-Sieg gegen den VfL Edewecht verrät.

Nach jedem Sieg gleitet ein Großteil der Mannschaft den Fans bäuchlings auf dem Hallenboden entgegen. Warum machen Sie eigentlich nie beim „Diver“ mit?

Yannick Kelm: Das ist nichts für mich, das habe ich noch nie gemacht. Das sollen die jungen Wilden machen.

Auffällig ist auch, dass Sie in dieser Saison ungemein konstant auf hohem Niveau spielen. Woran liegt das?

Kelm: Es läuft wirklich ganz gut dieses Jahr. Zu Hause war noch kein Spiel dabei, das schlecht war. Letztlich bin ich aber auch davon abhängig, was die Abwehr macht. Wenn die steht, ist es für mich einfacher.

Haben Sie denn irgendetwas verändert in Ihrem Training?

Kelm: Nicht bewusst, wir machen es im Torwarttraining genau wie letztes Jahr. Vielleicht habe ich einfach eine gute Phase. Mein Ziel war es natürlich schon, mehr Konstanz reinzubekommen.

Ihre Spezialität sind vor allem die langen Pässe auf die Mitspieler ...

Kelm: Ja, das würde ich schon sagen – schon immer. Die spiele ich sehr gerne, denn das sind die einfachen Tore, zumal unsere Außen sehr schnell vorne sind. Mein Vater konnte das auch immer ganz gut, der war auch Keeper. Das habe ich mir als Junge in der Halle schon immer abgeguckt.

Aber auch als Torschütze treten Sie immer wieder in Erscheinung – mal, wenn das Tor leer ist, mal wenn der Torwart weit vorne steht – wie gegen Edewecht ...

Kelm: Das ist in den vergangenen beiden Jahren durch den siebten Feldspieler mehr geworden. Vor drei, vier Jahren ist der Keeper ja fast nie rausgekommen. Außerdem wissen die Gegner, dass wir gerne die erste Welle spielen. Dann ist bei denen der Torwart meist weiter draußen und versucht, die Bälle abzufangen.

Werfen Sie denn grundsätzlich ein Auge darauf, wo Ihr Gegenüber ist?

Kelm: Meist versuche ich kurz zu gucken, wo er steht, bevor der Gegner geworfen hat. Und wenn er ein paar Schritte rausmacht, ist das Tor leer.

Ist für Sie eigentlich in der Oberliga das Ende der Fahnenstange erreicht oder hätten Sie Lust, es noch höher zu versuchen?

Kelm: Das ist ein Thema, mit dem man sich beschäftigt. Rein aus beruflichen Gründen ist die Oberliga am besten realisierbar, weil es ja auch im Umkreis keinen Drittligisten gibt. Zutrauen würde ich es mir aber schon.

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