Unterstedt gleicht beim Spitzenreiter Visselhövede zweimal aus – 2:2

Wuttkes „Fehlläufer“ findet sein Ziel

Vor mehr als 200 Zuschauern musste Unterstedt erst einmal die Kreise von Patrick Peter (Mitte) einengen. Fotos: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Die Worte in den Schlusskreisen waren nicht identisch, fielen aber ähnlich aus. Mit gemischten Gefühlen reagierten die Verantwortlichen des VfL Visselhövede und der SG Unter-stedt auf das 2:2 (1:1) im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga. „Zehntes Spiel – keine Niederlage“, überwog bei Thomas Heidler, Trainer des gastgebenden Spitzenreiters, das Positive. Pendant Uwe Delventhal haderte etwas mehr: „In der zweiten Hälfte hatten wir ein Chancenplus. Insgesamt waren wir aber zu brav“, stellte er fest. Zweimal glich sein Team einen Rückstand aus – Linksverteidiger Vincent Wuttke sicherte mit einer verunglückten Flanke letztlich das Remis.

Mehr als 200 Zuschauer sorgten für eine ansprechende Derbykulisse – allein die Protagonisten auf dem Feld gingen zunächst noch zögerlich zur Sache. „Da hatten wir keinen Zugriff, auch Visselhövedes lange Bälle konnten wir nicht unterbinden“, räumte Delventhal ein Übergewicht der Heidestädter ein. Trainerkompagnon Fabian Knappik pflichtete bei: „Spielerisch hat es auch gefehlt.“ „Vissels“ Drilon Demaku setzte das erste Zeichen, indem er den später verletzt ausgeschiedenen Matthias Walker von den Beinen holte. Und auch die Führung gelang dem Tabellenführer. Marcel Fischer verlud Christopher Hesse, Robert Posilek verwertete die Flanke gekonnt (18.).

Direkt danach stellten die Gäste um, Wuttke übernahm als Linksfuß die linke Abwehrseite von Hesse, um vor allem die Kreise von Patrick Peter zu stören. „Er hat unser Problem dort gelöst“, bemerkte Delventhal. Vorne klappte es auch: Eine feine Vorarbeit von Daniel Moderau verwertete Leon Linke unter Mithilfe des Innenpfostens (22.). Richtig Fahrt nahm die Partie aber erst nach der Pause auf. Per Freistoß unter der Mauer durch brachte der nun auffälliger agierende Demaku „Vissel“ wieder in Führung (51.). Doch zehn Minuten später schickte Wuttke einen „Fehlläufer“ in den Strafraum der Gäste – der überraschte auch Keeper Max Kregel und fand sein Ziel im Winkel – 2:2. „Eigentlich sollte der als Flanke auf den zweiten Pfosten gehen – aber ich kann nur so Tore schießen“, kommentierte der für Unterstedt spielende Visselhöveder sein Tor. Die Platzherren versuchten es noch mit der Einwechslung von Routinier Adam Posilek (46) und kamen durch ihn zu Kontermöglichkeiten. Aber auch Unterstedt vergab durch Moderau (76.), Linke (83.) und David Kusber (86.). „In der letzten Viertelstunde haben die ganz schön Druck gemacht“, wusste Heidler und fand: „Insgesamt war es ein ordentliches Spiel von zwei Mannschaften, die da oben hingehören.“ Visselhövede bleibt Erster, Unter-stedt liegt auf Rang drei in Lauerstellung.

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