Jetzt grübelt der Trainer

Wuttkes Bewerbung in drei Sätzen

Vincent Wuttke spielt am Netz einen Volley.
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Der Einsatz zahlte sich aus: Vincent Wuttke holte den einzigen Punkt für Rotenburgs Reserve gegen Jesteburg und ist damit ein Kandidat für die Erste.

Für die Reserve des TC GW Rotenburg begann die neue Saison nicht gut. Für Spitzenspieler Vincent Wuttke schon.

Rotenburg – Die erste Herren des TC Grün-Weiß Rotenburg absolviert erst am nächsten Wochenende ihr erstes Saisonspiel in der Tennis-Nordliga. Doch Coach Zlatan Burina dürfte über die Aufstellung spätestens seit Sonntag noch ein wenig mehr grübeln. „Ich habe mich für die Erste beworben“, meinte Vincent Wuttke, Spitzenspieler der Reserve in der Verbandsliga, ganz selbstbewusst. „Das stimmt“, entgegnete Burina. Schließlich war Wuttke der einzige Rotenburger, der bei der 1:5-Heimniederlage gegen den Titelaspiranten TC Jesteburg siegreich blieb. „Und mein Gegner ist immerhin in der Leistungsklasse eins“, betonte der 24-Jährige.

Nun ist es nicht so, dass Burina nicht um die Entwicklung Wuttkes auf dem Tennis-Court wüsste, schließlich hat er ihn auch zu Oberliga-Zeiten schon häufiger aufgeboten – und das durchaus erfolgreich. Bei der Saisonpremiere der Zweiten gegen Jesteburg demonstrierte der Visselhöveder aber auch, dass die Corona-Auszeit ihn nicht zurückgeworfen hat. Zwar mussten die Kreis-Harburger auf ihre etatmäßige Nummer eins Linus Holthey verzichten, doch auch der aufgerückte Joshua Knuth ging als klarer Favorit ins mehr als zwei Stunden dauernde Spitzenduell mit Wuttke, der in Leistungsklasse sechs eingruppiert ist.

Wuttke ermahnt sich selbst: „Nicht bolzen!“

Nach einem starken ersten und einem schwachen zweiten Durchgang des Rotenburgers war der dritte Satz von zahlreichen Breaks geprägt. Beim Stand von 4:1 musste sich Wuttke selbst ermahnen: „Nein, nicht bolzen!“ – er verlor zwar noch dieses Aufschlagspiel, ließ dann aber nichts mehr anbrennen und profitierte beim ersten Matchball davon, dass Knuth einen Volley ins Netz setzte – 6:3, 1:6, 6:2. „Wenn er langsam gemacht hat, hatte ich Probleme“, räumte Rotenburgs Nummer eins ein. Warum der 20-jährige Knuth nicht weiter diese Variante wählte, verriet der Jesteburger ganz ehrlich: „Ich hasse es, defensiv zu spielen.“

Den Gästen tat diese Niederlage nicht wirklich weh, sie setzten sich schließlich in allen anderen Partien deutlich durch – auch, weil Rotenburgs Reserve personell spürbar gehandicapt war. Calvin Endom, Matthais Mattick, Peer Freytag und Luca Sardo standen nicht zur Verfügung, sodass sich mit Jonah Patrick Ortlam und Anthony Friesen plötzlich zwei Spieler der Dritten im Kader befanden. Die Konsequenz lässt sich an den Ergebnissen ablesen. Simon Mattick unterlag an Position zwei gegen Alexander Brüggenwerth mit 1:6, 0:6, Nils Algeier als Nummer drei gegen Tim Dorwald mit dem gleichen Resultat. Ortlam hatte gegen William Leschig keine Chance – 0:6, 2:6.

Auch Doppel eine klare Angelegenheit für Jesteburg

Auch die Doppel waren eine klare Angelegenheit: Wuttke und Algeier holten noch fünf Spiele gegen Brüggenwerth und Dorwald (3:6, 2:6), während Ortlam und Friesen gegen Knuth und Leschig die doppelte Null kassierten. „Meiner Meinung nach ist Jesteburg aber auch die beste Mannschaft der Liga und ein Kandidat für den Aufstieg“, ordnete Coach Zlatan Burina die Niederlage schnell ein.

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