1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kreis Rotenburg

Wulffs kurze Eingewöhnungsphase beim TuS Rotenburg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Hendrik Denkmann

Kommentare

Jonathan Wulff sitzt auf der Tribüne der Pestalozzihalle in Rotenburg und hält einen Handball in den Händen.
Die Pestalozzihalle kennt Jonathan Wulff bereits aus dem Training. Am Samstag feiert der Neuzugang dort dann auch sein Pflichtspieldebüt. © Denkmann

Kaum ist Jonathan Wulff vorgestellt, steht der Neuzugang bereits vor seinem Debüt für den TuS Rotenburg. Eine Frist verhinderte ein noch früheres erstes Spiel.

Rotenburg – Keine sieben Tage ist es her, als sich Daniel Barkholdt am Knie verletzte. Eine genaue Diagnose gibt es beim Rechtsaußen der Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg noch nicht, da der MRT-Termin erst in rund eineinhalb Wochen ansteht. Dafür verkündet der Verein nun die Verpflichtung von Jonathan Wulff. Im direkten Zusammenhang steht der Zugang aber nicht. Das bekräftigt Teammanager Johann Knodel: „Das ist keine Reaktion auf die Verletzung.“ Viel mehr freue er sich über die Verstärkung, die ohnehin seit Mitte April in der Planung war.

Wulff zieht es beruflich an die Wümme. Der 22-Jährige ist Jäger bei der Infanterie der Bundeswehr. Im März unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag für eine Versetzung nach Rotenburg. Gemeinsam mit seiner Freundin, die er beim Bund kennenlernte, wohnt Wulff nun in einer Wohnung bei Neuenkirchen. Aufgrund der Distanz nach Hamburg fängt er nun auch handballtechnisch neu an. „Mitte April habe ich mein erstes Training gehabt“, erklärt der Linkshänder, für den es nach Barkholdts Ausfall nun ganz schnell geht.

Wulff ist auf Rechtsaußen eingeplant

Im Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) steht er gegen die SG Achim/Baden nämlich bereits im Kader. „Ich wäre doof, wenn ich als Handballer keinen Bock hätte, aber es kommt früher als gedacht“, findet Wulff. Wäre eine längere Eingewöhnungsphase also besser für ihn gewesen? „Es ist halt gut, wenn du die Leute und die Laufwege kennst“, betont er und hat nun noch eine Trainingseinheit, um die so gut es geht einzustudieren.

Eingeplant ist Wulff als Rechtsaußen. Er selbst sehe sich hingegen aufgrund seiner Größe von 1,92 Meter eher im rechten Rückraum, stehe aber „natürlich dort zur Verfügung, wo der Trainer mich braucht“. Hinzu kommt, dass der Neuzugang die Position bereits aus seinem ehemaligen Verein kennt. Dort lief er lange Zeit für den TH Eilbeck in der Hamburg-Liga auf, der höchsten Spielklasse des Bundeslandes – zuletzt aber beruflich bedingt nur noch in der fünften Herren in der Kreisklasse. In der Jugend trug Wulff unter anderem das Trikot des HSV Hamburg und des TH Eilbeck.

Teamkollegen nennen ihn „Legolas“

Dort erhielt er auch seinen Spitznamen „Legolas“, den ihm seine ehemaligen Teamkollegen aufgrund seiner langen Haare und in Anlehnung an die gleichnamige Figur aus dem Film Herr der Ringe gaben. Den hat er mittlerweile aber längst abgelegt. Ebenso ist die Frisur eine kürzere – vor allem berufsbedingt. „Irgendwann nervt es aber auch. Deshalb musste was Neues her“, meint der Soldat, der in Rotenburg bereits vergangenes Wochenende gegen die HSG Nienburg zu seinem Debüt gekommen wäre, wenn es nach Teammanager Knodel gegangen wäre.

Jedoch ließ die Spielordnung des HVN dies nicht zu. Dort heißt es: „Die Wartefrist bei Vereinswechseln beträgt für Erwachsene Spieler für Meisterschaftsspiele grundsätzlich einen Monat, bei Beantragung der Spielberechtigung für den neuen Verein innerhalb des Zweitraums vom 16. Februar bis zum 30. April eines Jahres jedoch zwei Monate.“ Und weiter: „Die Wartefrist beginnt mit dem Tag nach der Mitwirkung in dem letzten Meisterschaftsspiel bei dem bisherigen Verein.“ Wulff stand für Eilbeck zuletzt am 2. April auf dem Feld, weshalb sich die Rotenburger entschlossen, ihn erst Anfang dieser Woche zu melden, da die Frist nun abgelaufen war.

Neuzugang kann sich langfristige Zusammenarbeit vorstellen

So wird die erste Partie für Wulff ein Heimspiel in der Pestalozzihalle. Und es dürften noch viele weitere folgen. „Wir planen mit ihm auf jeden Fall mindestens für diese und die nächste Saison“, sagt Knodel. Auch Wulff selbst könne sich eine langfristige Zusammenarbeit durchaus vorstellen, macht der Neuzugang deutlich.

Auch interessant

Kommentare