Worthmann entführt die Punkte

Hurricanes verlieren intensives Spiel gegen Neuss mit 63:70

Mascha Treblin (rechts) passt den Ball weiter, ehe die Neusserin Lisa Spießbach dazwischenkommt.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Dieses Gastgeschenk nahm Franziska Worthmann gerne mit – sie tat aber auch einiges dafür, dass sie es überhaupt erhielt: An alter Wirkungsstätte entführte die 30-jährige Flügelspielerin mit ihrer TG Neuss den Sieg aus der Scheeßeler Sporthalle. Worthmann steuerte im Duell der 2. Basketball-Bundesliga beim 70:63 (35:35)-Sieg über die Avides Hurricanes gleich 20 Punkte bei – davon vier Dreier. Während die Gäste als Tabellenzweiter oben dran bleiben, verliert das Team von Coach Mahir Solo nach der zweiten Heimniederlage die Play-off-Ränge vorerst aus den Augen und ist Achter.

„Zum Zugucken war es ein gutes Spiel“, meinte Solo. Stimmt, allerdings hatten die meisten der rund 200 Zuschauer wohl einen anderen Ausgang dieser intensiven und temporeichen Partie herbeigesehnt. Die Hurricanes „verbockten“ es jedoch im dritten Viertel, als sie nach dem 44:44 durch Cassidy Clark (24.) fünf Minuten lang ohne Korberfolg blieben und einen 0:11-Run kassierten. „In dieser Phase lief gar nichts mehr, da sind wir eingebrochen“, ärgerte sich auch Hannah Pakulat, die mit einem Double-Double – zehn Punkte und 13 Rebounds – herausstach und immer wieder ihre kämpferischen Qualitäten einbrachte.

Starker Auftritt trotz Schulterproblemen: Hannah Pakulat (am Ball) im Duell mit Inga Krings.

Auch Coach Solo verstand den Einbruch nach der Pause nicht wirklich. „Das war ein Viertel, was wir nicht brauchen. Wir hatten da einige Probleme mit der Helpside und waren aus der Rotation raus“, haderte er vor allem mit der Defense. Hinzu kam, dass sein Erstliga-Absteiger zwar 36 Rebounds insgesamt holte, aber zu viele Chancen vor allem aus der Nahdistanz liegenließ. Auch die Freiwurfquote von nur 58 Prozent war kein Ruhmesblatt. „Wir haben Neuss zu viel Platz gelassen – das haben sie genutzt und sich in den Shooting Mood gebracht“, ergänzte Solo.

Nach einem guten Start der Hurricanes kam vor allem Franziska Worthmann immer besser ins Spiel und benötigte für ihre vier Treffer aus der Distanz nur sieben Versuche. „Diese ansatzlosen Dreier hat sie ja schon immer gekonnt“, stellte auch Christoph Treblin, Vorstand Sport der Hurricanes, in der Halbzeit beeindruckt fest. Hannah Pakulat hatte bis 2010 zusammen mit Worthmann gespielt, ehe die gebürtige Rotenburgerin ihre Zelte endgültig bei der BG ‘89 abbrach. Nach dem Wiedersehen auf dem Feld meinte Pakulat: „Es war schon ein bisschen merkwürdig. Ich war damals die 14-Jährige, die ,Franzi‘ bewundert hat – und plötzlich muss man sie verteidigen.“

Als Routinier sagt Franziska Worthmann auf dem Feld auch schon mal, wo es langgeht. Hinten im Bild: Shaniqua Nilles. - Fotos: Freese

Allein an der Verteidigung lag es jedoch nicht, dass die Hurricanes das Nachsehen hatten. Pakulat mit Schulterproblemen, Shaniqua Nilles mit einer Ellenbogenverletzung und Kapitänin Pia Mankertz mit massiven Kniebeschwerden (sie gab ihr Go erst nach dem Aufwärmen) gingen allesamt angeschlagen ins Spiel. „Das sind drei Spielerinnen der Starting Five – das war schon ein großes Problem für uns“, stellte Solo fest. Nilles kam dennoch auf 22 Punkte und brachte die Hurricanes noch einmal auf 51:55 heran (32.). Doch dann musste ihr Team wieder abreißen lassen und führte gegen starke Neusserinnen keine Wende mehr herbei.

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