Prinz vom Punkt ganz cool

1:1 in Worpswede: Bothel kann weiter für die Bezirksliga planen

Fußballballett im Strafraum: Bothels Spielertrainer Christoph Meinke (l.) im Duell mit dem Ex-Rotenburger Alpha Fadiga. - Foto: Freese
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Fußballballett im Strafraum: Bothels Spielertrainer Christoph Meinke (l.) im Duell mit dem Ex-Rotenburger Alpha Fadiga.

Woprswede - Von Matthias Freese. Selbst Jens Heitmann war die Nervosität anzumerken. Immer wieder verließ der Vorsitzende des TuS Bothel, selbst jahrelang für den Verein am Ball, seinen erhöhten Platz auf den Tribünenstufen des Stadions am Weyerberg, um an die Bande zu eilen. Noch häufiger blickte er aufs Handy, schaute auf die Tabelle und rechnete immer wieder nach. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das 1:1 (0:1) im vorletzten Saisonspiel beim bereits abgestiegenen FC Worpswede wird zum Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga reichen.

Bothel scheint es spannend zu lieben. „Vielleicht brauchen wir das“, erinnerte Fußball-Abteilungsleiter Hans-Jürgen Schlifelner daran, dass nun schon seit drei Jahren im Schlussspurt kräftig gezittert wird. 2016 gab es den Klassenerhalt am letzten Spieltag, vergangenes Jahr erst in der Relegation. Nun immerhin in der vorletzten Partie, denn aufgrund der um 21 Treffer besseren Torbilanz der Botheler kann der TuS Zeven trotz seines 3:1-Sieges beim SVV Hülsen nicht mehr vorbeiziehen. 

Mit dem FSV Hesedorf/Nartum, dem FC Worpswede und dem TSV Wallhöfen stehen drei der vier Absteiger fest. Zeven, der FSV Langwedel/Völkersen, der ATSV Scharmbeckstotel und Hülsen ermitteln den letzten freien Platz, der in die Kreisliga führt. Durchaus denkbar, dass es erst nach dem offiziellen Saisonende am Sonnabend Klarheit gibt, schließlich treffen Hülsen und Langwedel in einer Nachholpartie noch am 29. Mai aufeinander.

Bothel kann das egal sein. Nicht nur Coach Tomas Meyer richtete in seiner Ansprache den Blick schon auf die nächste Saison und merkte an, dass noch eine Menge Arbeit warten würde. Innenverteidiger Sven Beyer formulierte etwas scherzhafter: „Nächste Saison wollen wir es mindestens einen Spieltag früher klarmachen.“

„Versäumt, die Dinger zu machen“

Am Botheler Einsatzwillen lag es nicht, dass es gegen engagierte Worpsweder eine enge Kiste wurde. „Alle wussten, worum es geht. Wir hatten dieses Mal eine super Einstellung“, betonte Spielertrainer Christoph Meinke. „Nur haben wir es in beiden Halbzeiten versäumt, die Dinger zu machen und uns die Last von den Schultern zu nehmen“, ergänzte Meyer.

Hinzu kam, dass Worpswede in der 17. Minute durch Jan-Henrik Kück in Führung ging. Er tauchte frei vor Keeper Sascha Denell auf. Ansonsten ließ die Abwehrreihe wenig zu. Meyer hob zudem Luca Griech als Sechser hervor: „Er hat viel weggefischt und der Mannschaft Stabilität gegeben.“ Für den Ausgleich war indes Bothels zweiter Sechser zuständig: Julian Prinz verwandelte in der 74. Minute nach einem Handspiel von Abdubacar Traore ganz cool vom Punkt. 

Das 1:1 war angesichts des Drucks, den Bothel im zweiten Durchgang ausübte, überfällig. Der agile Cedric Ahrens hatte unter anderem den Pfosten getroffen (53.), Meinke später die Latte (78.). „Wir betteln hier um den Ausgleich“, stellte Worpswedes Coach Sven Vorburg Mitte der zweiten Hälfte aufgeregt fest. Bei Bothel schwand die Nervosität mit dem 1:1 indes zunehmend. Und wich mit dem Abpfiff endgültig der Erleichterung. Auch bei Vereinsboss Jens Heitmann.

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