Wohlsdorferin holt bei Norddeutscher Meisterschaft Gold in der Fünfgangprüfung

Anne Kleine Büning macht auf sich aufmerksam

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Anne Kleine Büning hatte bei der Norddeutschen Meisterschaft auf Breyting von Faxabol in der Fünfgangprüfung die Nase vorne.

Wohlsdorf - Von Jürgen Honebein. Schon seit einigen Jahren zählt Anne Kleine Büning zur deutschen Nachwuchsspitze bei Islandpferde-Turnieren. So feierte die 20-Jährige unter anderem 2013 den deutschen Meistertitel in der Fünfgang-Kombination. Vor wenigen Wochen der nächste Erfolg – bei den Norddeutschen Meisterschaften in Lingen war die Wohlsdorferin auf ihrer 13-jährigen Stute Breyting von Faxabol in der Fünfgangprüfung der Altersklasse der „Young Rider“ (13 bis 21 Jahre) nicht zu schlagen.

Die Studentin der Wirtschaftsmathematik und Betriebswirtschaftslehre begann im Alter von sechs Jahren mit dem Reiten. Da sich ihre Eltern ebenfalls den Sport mit den Islandpferden verschrieben, ist Anne Kleine Büning mit den Tieren groß geworden. Außer ihrem Spitzenpferd Breyting von Faxabol hat die Wohlsdorferin mit der achtjährigen Stute Àsta von Petersberg ein zweites Nachwuchspferd im Beritt.

Das Besondere bei den Islandpferden ist, dass sie außer den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp auch noch Tölt und Pass können. Es gibt nur wenige Rassen, die über mehr als drei Gangarten verfügen. Die Islandpferde, die fünf Arten beherrschen, heißen „Fünfgänger“.

„Viergänger“ beherrschen Schritt, Trab, Galopp und Tölt – dabei gehen die Tiere mit einer hohen Aktion der Vorderhand. Die Fußfolge beim Tölt ist wie beim Schritt, nur ist die Geschwindigkeit viel größer. Zudem berühren immer nur ein oder zwei Hufe den Boden. Der Pass ist die spektakulärste Gangart. Beim Rennpass kann ein Tempo von mehr als 40 Stundenkilometer erreicht werden. Es müssen immer die gleichseitigen Beinpaare auftreten – unterbrochen von einer Schwebephase.

Die besten Islandpferde kommen immer noch aus Island selbst. „Die Isländer schicken zu internationalen Turnieren oft nur ihre zweite Garnitur, da es dort ein Gesetz gibt, dass Pferde, die ein Mal ausländischen Boden betreten, nicht wieder zurück auf die Insel dürfen“, weiß Anne Kleine Büning. Grund dafür ist, dass die Behörden Angst davor haben, dass irgendwelche Krankheiten eingeschleppt werden.

Neben dem Reitsport und Studium bleibt der 20-Jährigen nur noch wenig Zeit für andere Hobbies. „Wenn es sich einrichten lässt, spiele ich noch Tennis.“ In den Sommermonaten ist der Terminkalender aber voll, finden an den Wochenenden doch oftmals Turniere statt. Dieses Jahr ist sie unter anderem bei den Deutschen Islandpferde-Meisterschaften der Jugend vom 21. bis 25. Juli auf dem Gestüt Bockholts-Hoff bei Schneverdingen mit dabei. „Endlich einmal eine nicht so lange Anreise“, freut sich die 20-Jährige, die hofft, bei der DM eventuell sogar eine Medaille zu gewinnen.

Bis dahin muss sie aber weiterhin hart trainieren, um gegen die starke Konkurrenz mithalten zu können. Dafür steigt sie drei bis vier Mal in der Woche zu Hause im Gelände aufs Pferd. Alle zwei Wochen geht es zudem zu ihrer Trainerin Annelie Glässing, die in Neustadt am Rübenberge zu Hause ist.

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