Witterungsbedingt abgebrochene Spiele müssen wiederholt werden

„Es wird neu angesetzt“

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Die Partie des TV Stemmen gegen Ottersberg II wurde in der 65. Minute abgebrochen.

Rotenburg - Von Julian Diekmann. Mit allzu vielen Spielabsagen dürfen die Fußballvereine aus der Region dieses Wochenende nicht rechnen – glaubt man zumindest der Wettervorhersage. Sie sagt für den Raum Rotenburg Temperaturen um die sieben Grad Celsius voraus. Ganz anders sah das noch am vergangenen Wochenende aus. Viele Begegnungen wurden aufgrund der starken Schneefälle erst gar nicht angepfiffen. Fünf Begegnungen, die trotzdem angepfiffen wurden, sind während des laufenden Spiels abgebrochen worden. Aber auf welcher Grundlage wird so etwas entschieden?

„Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Entweder ist die Gesundheit der Spieler nicht mehr gewährleistet oder eine Begegnung kann nicht mehr ordnungsgemäß durchgeführt werden, weil zum Beispiel der Ball nicht mehr richtig rollt oder die Spielfeldlinien nicht mehr erkennbar sind“, erklärt Hannes Saul, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des NFV-Kreises Rotenburg. Ersteres trat beim Spiel zwischen dem TV Stemmen und dem TSV Ottersberg II ein. „Die Verletzungsgefahr der Spieler war einfach zu hoch“, begründete Schiedsrichter Julian Laumert (VfL Altenhagen) den Abbruch.

Aber kann eine Partie, die beispielsweise in der 65. Minute bei einem Stand von 3:1 abgebrochen wurde, bei einem Nachholtermin einfach ab der 65. Minute mit dem Ergebnis von 3:1 wieder angepfiffen werden? „Nein“, lautet die klare Antwort von Claudia von Kiedrowski, Staffelleiterin der Bezirksliga drei: „Das ist nicht möglich, da die Mannschaft, die mit 1:3 zurücklag, das Spiel – wenn es nicht abgebrochen wäre – ja noch in den verbleibenen 25 Minuten hätte drehen können.“ Das sei auch eindeutig in der Spielordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes geregelt, so von Kiedrowski. Im Paragraphen 37, Spielabbruch – Wertung abgebrochener Spiele, heißt es dazu: „Der Schiedsrichter kann ein Spiel jederzeit abbrechen, wenn ihm die Fortführung nicht mehr möglich erscheint.“ Das könnte sein, wenn mit „erheblicher Verminderung der Sichtverhältnisse“ oder mit „Unbespielbarkeit des Platzes“ zu rechnen ist – wie in Stemmen. „So bleibt nur die Neuansetzung“, sagt die Staffelleiterin: „Ich kann den Verein, der mit 3:1 führt, verstehen, dass er es nicht noch mal bestreiten will. Der Club muss sich aber fügen und die Leistung einfach noch mal abrufen.“

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