Bothel im Mai im Endspurt-Stress

Wird doch noch verlängert?

Ein einziges Mal durften Bastian Hollmann (am Ball) und seine Botheler 2018 bislang ran. Allein acht Nachholspiele stehen noch an.

Bothel - Von Matthias Freese. Wenn es nach Christoph Meinke und seinen TuS Bothel geht, dann wird die Saison in der Fußball-Bezirksliga 3 verlängert. „Wir haben uns dafür ausgesprochen“, verrät der Spielertrainer. Mittwochabend könnte der Bezirksspielausschuss in einer turnusgemäßen Sitzung entscheiden, dass diese 17er-Staffel tatsächlich erst im Juni und nicht bereits am 26. Mai die letzten Spiele austrägt. Allein die Botheler müssen inzwischen schon acht Partien nachholen – und beginnen damit morgen (19.30 Uhr) gegen den Spitzenreiter FC Verden 04.

Der Bezirk Weser-Ems hatte schon vor Wochen reagiert und lässt seine fünf Bezirksligen und die Landesliga bis zum 1./2. Juni oder gar 9. Juni spielen. Der Spielausschussvorsitzende des Bezirks Lüneburg, Jürgen Stebani, betont indes: „Ich werde Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski nicht dazwischengrätschen, sie hat da freie Hand.“ Während er in der Landesliga aktuell „keine Notwendigkeit“ sieht, hält er eine Verlängerung in der betroffenen Bezirksliga 3 aber „für wahrscheinlich“. Auch, weil es keine Relegationsspiele gibt, die den Zeitplan in sein enges Korsett zwingen. Doch nicht alle Vereine, die um ein Votum gebeten wurden, scheinen für ein „Nachsitzen“ zu sein. Es soll Clubs geben, die sich Anfang Juni bereits auf Mannschaftsfahrt befinden. „Manche haben sogar Pfingsten was geplant. Das ist grob fahrlässig“, findet Stebani.

Als suboptimal erachtet wiederum Christoph Meinke die Ansetzung mancher Nachholspiele. Seine Botheler müssen noch 16 Partien bestreiten – davon direkt am Saisonende allein vier Spiele in den letzten neun Tagen! Alle auswärts obendrein: beim VSK Osterholz-Scharmbeck (18. Mai), SVV Hülsen (21. Mai), FC Worpswede (23. Mai) und SV Lilienthal-Falkenberg (26. Mai).

Vor allem die angesetzte Nachholpartie in Worpswede ärgert Meinke, denn sein Verein hatte den Worpsweder Vorschlag abgelehnt und stattdessen den 3. Mai vorgeschlagen, da für ihn zwischen 29. April und 9. Mai keine Begegnung auf dem Plan steht. Doch Staffelleiterin von Kiedrowski setzte ohne Rücksicht drei Tage vor dem offiziellen Saisonende an. „Man darf nicht vergessen, dass wir Amateurfußballer sind und die Jungs die Termine in der Woche permanent mit ihrem Arbeitgeber klären müssen“, gibt Meinke zu bedenken. Der TuS Bothel ist übrigens Ostern spielfrei. „Wir würden gerne, aber unsere Gegner spielen da schon alle“, weiß der Spielertrainer. Dafür stehen jetzt drei englische Wochen am Stück an – wenn die Heimpartie gegen Lilienthal nicht doch noch wie mit dem Gegner abgesprochen auf den 5. April gelegt wird.

„Schön ist das nicht“, findet Meinke, weiß aber, dass sein Verein mit 16 ausgetragenen Partien nicht am schlimmsten dran ist. Der FC Hambergen, Hülsen und Osterholz-Scharmbeck haben erst 13 Saisonspiele absolviert! Zum Vergleich: Spitzenreiter FC Verden 04 und der Tabellendritte TV Oyten – beide mit Kunstrasenplätzen gesegnet – traten schon 19 Mal an. „Der Kunstrasen ist schon ein Vorteil – das soll aber keine Ausrede sein“, sagt Meinke. Und er ergänzt: „Ich hoffe, dass durch die Ansetzung der Spiele gegen Ende der Saison keine Wettbewerbsverzerrung entsteht.“

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