Dogan Örper über den Pokal, die Ziele und seine Rolle als „Zehner“ in Unterstedt

„Wir wollen einen Titel“

Wenn der technisch starke Dogan Örper (r.) Fahrt aufgenommen hat, ist er nur schwer zu stoppen. Er treibt das Unterstedter Offensivspiel immer wieder an. - Foto: Freese
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Wenn der technisch starke Dogan Örper (r.) Fahrt aufgenommen hat, ist er nur schwer zu stoppen. Er treibt das Unterstedter Offensivspiel immer wieder an.

Unterstedt - Von Matthias Freese. Zum Saisonende wird es noch mal richtig heftig für die SG Unterstedt. Der auf Rang vier der Fußball-Kreisliga liegende Aufsteiger muss innerhalb von acht Tagen vier Spiele absolvieren. Womöglich kommen noch zwei weitere dazu – wenn der Einzug ins Pokalfinale gelingt. Wir sprachen zuvor mit Kreativspieler Dogan Örper (27) über die Belastung, eine überragende Saison und die Ziele in der Zukunft.

Vier Spiele in acht Tagen stehen an. Samstag geht es zu Hause gegen den TSV Karlshöfen, Montag im Pokal-Viertelfinale zum klassentieferen SV Anderlingen. Positiver Stress oder doch eine zu große Belastung?

Dogan Örper: Ich sehe es als positiv an, schließlich haben wir die Chance, das Pokalfinale zu erreichen. Wegen der Spiele trainieren wir aber auch nur ein Mal die Woche – und die Trainer rotieren ja etwas, je nachdem, wer angeschlagen ist.

Wäre eine Saisonverlängerung aber nicht sinnvoller gewesen?

Örper: Ich wäre dafür gewesen, ja. Es ist schon hart, zwei Mal die Woche 90 Minuten zu spielen. Gerade für die Leistungsträger, die durchspielen, wäre es schon gut gewesen.

Worauf legt Ihr Team denn nun den Fokus? Auf den Pokal, nachdem in der Liga nach ganz oben nichts mehr geht?

Örper: Wir wollen auf jeden Fall einen Titel holen. Da das in der Liga ja nicht mehr möglich ist, hat der Pokal die oberste Priorität. Aber vielleicht schaffen wir es ja in der Liga auch noch, vor den TV Sottrum zu kommen.

Immerhin das Stadtderby gegen den Rotenburger SV II ging schon an Unterstedt – eine Genugtuung, gerade auch für Sie, weil Sie schon für den RSV gespielt haben?

Örper: Ja, definitiv. Man geht immer mit einer anderen Motivation ins Spiel, wenn es gegen die ehemaligen Mannschaftskollegen geht. Aber wir machen es auch nicht vom Stadtderby abhängig, ob wir am Limit sind.

Im Unterstedter Mittelfeld herrscht ein großes Gedränge um die Plätze, da müssen auch Sie mal auf die Bank. Wie gehen Sie eigentlich damit um?

Örper: Natürlich ärgere ich mich dann, aber ich nehme das hin und gehe da recht entspannt mit um. Ich bin meiner Meinung nach aufgrund meiner technischen Stärken sehr wichtig für das Team, weil ich die Pässe in die Tiefe spiele, mir die Bälle hole und die Eins-gegen-eins-Situationen suche.

Sie sehen sich schon als klassichen Zehner? Auch frei von Defensivaufgaben?

Örper: Ich spiele am liebsten hinter den Spitzen, lasse mich aber auch gerne zurückfallen. Als Sechser habe ich ebenfalls schon gespielt. Wir müssen alle mit nach hinten arbeiten, da muss auch ich in den sauren Apfel beißen, selbst wenn das nicht so nach meinem Geschmack ist (lacht).

Der Erfolg gibt Ihnen und Unterstedt ja recht. Wie würden Sie die fast beendete Saison bewerten?

Örper: Ich denke, schon als überragend. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist bemerkenswert, wie wir mitgehalten haben. Wir waren ja auch die erste Mannschaft, die Sottrum diese Saison geschlagen hat. Natürlich haben wir auch unnötig Punkte liegengelassen, sonst hätten wir sogar ganz oben mitgespielt.

Ganz oben, ist das dann das Ziel für nächste Saison?

Örper: Definitiv. Wir wollen oben mitspielen und haben das Potenzial dafür. Wenn Heeslingen II jetzt aufsteigt, ist es auch besser für uns, gegen die ist es immer schwierig, weil sie aus der Ersten häufig Verstärkung bekommen. Ob wir aber dann auch tatsächlich aufsteigen, kann ich natürlich nicht garantieren.

Klingt so, als wären Sie auf jeden Fall weiter dabei.

Örper: Die Trainer sind auf mich zugekommen und wollten mich unbedingt halten. Ich habe ihnen auch schon zugesagt, denn hier sind alle cool drauf.

Örpers Tipps

SG Unterstedt - TSV Karlshöfen 3:0

TuS Westerholz - TSV Bülstedt/V. 1:2

Bremervörder SC - MTSV Selsingen 1:1

FC Ostereistedt/Rh. - TV Stemmen 1:3

Eike Buckenberger (TV Sottrum) lag vergangene Woche zwar nur zwei Mal richtig, tippte dafür aber ein Mal das exakte Ergebnis.

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