SPIELER DES WOCHENENDES Patrick Peter reizt die Bezirksliga

„Wir wären schön blöd“

Job erledigt – und zwar mit Bestnote: Visselhövedes Kapitän Patrick Peter kurz nach seiner Auswechslung. Foto: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Den Sonderapplaus hatte er sich verdient: Als Patrick Peter in der dritten Minute der Nachspielzeit seinen Platz für Endrit Hasanaj räumte und mit einem Lachen die vor der Bank auf ihn wartenden Kollegen abklatschte, wirkte es ein wenig wie ein Triumphmarsch. Der 30-Jährige war der überragende Mann im Spitzenspiel beim FC Alfstedt/Ebersdorf gewesen und hatte mit zwei Toren maßgeblich dazu beigetragen, dass der VfL Visselhövede nach dem 3:1 nun einsam die Fußball-Kreisliga anführt.

„Das war genau so, wie man sich das vorstellt. Er ist als Kapitän vorangegangen“, bemerkt Coach Thomas Heidler und ergänzt: „Ich glaube, dass es sein bestes Saisonspiel war.“ Das will Peter, der wegen eines Muskelfaserrisses fast zwei Monate verpasst hatte, nicht dementieren, obgleich er einräumt: „Ich bin gefühlt schlecht reingekommen, die ersten zwei Pässe landeten im Niemandsland.“

Doch schon vor seinem Führungstreffer bereitete Peter den Alfstedtern enorme Probleme. Er war überall zu finden, mal links, dann als Zehner im Zentrum und später auch häufiger rechts. „Ja, ich bin überall herumgeflitzt. Die anderen mussten dann verschieben und die Löcher zumachen, die ich hinterlassen habe“, meint er mit ein wenig Understatement. Dass er als Linksfuß sogar noch mit rechts das 3:1 erzielte – es passte zu seiner Gala. „Manchmal hat man so ein Gefühl, wenn der Ball den Fuß verlassen hat. Das war so ein Schuss“, verrät er.

Die wenigsten bezweifeln inzwischen, dass Patrick Peter seine Klasse nächste Saison in der Bezirksliga zeigen kann. „Wir wären schön blöd, wenn wir uns das nehmen lassen würden. Wir haben eine gute Dynamik in der Mannschaft und alle das Ziel, die Saison mit einem krönenden Abschluss zu beenden“, sagt der Routinier. Er selbst hat lange Jahre für den TSV Ottersberg und den TuS Heeslingen in der Oberliga gespielt – und doch reizt ihn der Aufstieg in den Bezirk noch. „Weil da einfach mehr Fußball gespielt wird. Und der Aufwand ist gar nicht so viel höher“, findet er.

Die dünne Personaldecke könnte allerdings noch ein Problem werden. „Da müssen wir versuchen, etwas anzuschieben“, meint Peter. Er selbst ist nicht ganz untätig und würde gerne seinen Zwillingsbruder Mirko vom TV Hassendorf aus der 1. Kreisklasse zu den Heidestädtern holen. „Ich versuche wöchentlich, ihn zu überreden. Leider ist der Zeitaufwand für Mirko sehr groß. Aber er ist bei uns in sämtlichen WhatsApp-Gruppen drin. Wir lassen da nicht locker. Es wäre schon schön, wenn das klappen könnte“, gesteht Visselhövedes Kapitän.

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