RSV-Abwehrchef Christoph Drewes sieht die Erfolgsgründe in der neuen Taktik

„Wir sind ein geiles Team“

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Grund zum Lachen hat Christoph Drewes momentan genug – seine Abwehr steht seit der Winterpause. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseSeine Markenzeichen: Herunterhängende Stutzen und ein bisweilen recht lautes Organ – so kommt Christoph Drewes, Abwehrchef des Rotenburger SV, daher. Warum es hinten derzeit so gut bei seinem Fußball-Oberligisten läuft, erklärt der 26-Jährige im Interview.

Bis zur Winterpause fing sich der RSV 40 Tore in 17 Spielen, danach war es bisher ein Gegentreffer in vier Partien. Verraten Sie uns das Geheimnis Ihres Erfolgs?

Christoph Drewes:Wir sind jetzt etwas defensiver aufgestellt, haben auf ein 4:1:4:1 umgestellt und sind bisher mit der neuen Taktik gut gefahren. Wir versuchen, den Gegner das Spiel machen zu lassen und setzen dann mit Kontern Nadelstiche. Das klappt ziemlich gut. Uns muss man erstmal schlagen.

Dabei ist der Kader im Winter ja noch kleiner geworden …

Drewes:Wir sind nur noch ein paar Leute, aber jeder kämpft für den anderen. Und es ist ein Vorteil, dass wir seit drei, vier Spielen mit derselben Aufstellung spielen. Da weiß jeder, wo er hinzulaufen hat. Mit Kevin Klützke neben mir klappt das wunderbar, auch mit Andy Kiel und Axel France auf außen.

Sie selbst gelten als einer der besten Innenverteidiger der Liga, fangen sich die Karten aber eher fürs Meckern als für Fouls ein. Lässt sich das nicht ändern?

Drewes:Ich bin nunmal ein sehr Impulsiver. Manchmal kann ich meine Emotionen nicht im Zaum halten – das ist ein Manko. Ich versuche aber, es abzustellen, auch wegen der neuen Kartenregelung (nach fünf Gelben Karten gibt es ein Spiel Sperre, Anm. d. Red.). Und mittlerweile haben wir Erfolg – da meckere ich nicht mehr ganz so viel.

Ist der Klassenerhalt für den RSV noch möglich?

Drewes:Wir wollen es versuchen und das Unmögliche schaffen. In der Mannschaft ist das unser internes Ziel. Und ein paar Teams sind reingerutscht, die schon dachten, sie hätten mit unten nichts mehr zu tun.

Im Winter wurde bei der Mannschaft gekürzt. Wie passt das mit dem aktuellen Erfolg zusammen?

Drewes:Wir verdienen nicht viel Geld und haben alle einen gewissen Aufwand. Da kannst du die Stimmung nur durch Spaß und Erfolg hochhalten.

Und was kommt nächste Saison? Wissen Sie schon, ob Sie bleiben?

Drewes:Nein, ich lasse es auf mich zukommen. Die Gespräche mit dem Verein gehen irgendwann los. Da geht es auch darum, was sich der RSV vorstellt. Wir sind so ein geiles Team und haben keine großen Ansprüche. Da wäre es eigentlich schade, wenn es nicht weitergehen würde.

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