Bothels Keeper beflügelt Konkurrenzkampf

Sascha Denell: „Wir sind ein geiles Team“

+
Sascha Denell hat in dieser Saison bisher dreimal sein Tor sauber gehalten.

Bothel - Von Nicolas Tréboute. Es ist nicht überliefert, ob die Spieler des SV Ippensen, insbesondere Steffen und Dennis Klindworth nach der Partie in der Bezirksliga beim TuS Bothel Albträume hatten. Doch wenn dem so gewesen sein sollte, wird höchstwahrscheinlich Sascha Denell in ihnen vorgekommen sein. Denn als seine Teamkollegen in der ersten Halbzeit wirkten, als ob Fußballspielen an diesem Nachmittag nicht die allerhöchste Priorität hätte, stemmte sich einzig der Botheler Torhüter gegen die Ippenser Offensive – und trieb diese mit teils überragenden Paraden zur Verzweiflung.

Am späteren 1:0-Sieg durch das Tor von Gianfranco Cusimano hatte der 21-jährige also einen großen Anteil und erhielt dafür nach Spielschluss sowohl von Zuschauern als auch von seinen Mitspielern zahlreiche Schulterklopfer. „Mir wurde öfter gesagt, dass ich uns den Arsch gerettet hätte“, freute sich Denell über das Lob, richtete den Blick aber schon wieder nach vorne: „Ausruhen darf ich mich auf diese Leistung nicht.“ Und wird er wahrscheinlich auch nicht. Denn Denell ist beim abstiegsgefährdeten Bezirksligisten nicht die unumstrittene Nummer eins. In Bothel ist Arbeitsteilung angesagt. „Wir haben mit unseren beiden Torhütern vor der Saison abgemacht, dass sie relativ gleiche Spielanteile bekommen. Das muss natürlich nicht auf die Minute genau sein“, erklärt Spielertrainer Christoph Meinke. Bisher hat Denell 16 Einsätze angesammelt, sein Konkurrent Moritz Meyer ist elfmal aufgelaufen.

Ein Problem für Denell, der in den beiden vorherigen Spielzeiten konkurrenzlos den Botheler Kasten hütete? Mitnichten, denn der Matchwinner des Ippensen-Spiels hat sich den Kontrahenten, der von der FSV Hesedorf/Nartum kam, quasi selbst ins Haus geholt. „Wir waren schon vorher Kumpels und ich habe den Wechsel mitangestoßen“, verrät Denell und versichert, dass er dies nicht bereut: „Wir sind ein geiles Team.“

Auch Meinke gefällt die Luxussituation, die er dadurch auf der Torwartposition an fast jedem Spieltag hat. „Sie pushen sich gegenseitig hoch und nehmen sich leistungstechnisch nicht viel“, sagt der Übungsleiter. Denell, der die letzten drei Partien den Vorzug erhielt, pflichtet ihm bei: „Es war auf jeden Fall der richtige Schritt. Ich weiß einfach, dass ich besser bin, wenn ich Konkurrenz habe.“ Das hat der junge Schlussmann gegen Ippensen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt auch dank seiner Paraden weiterhin drei Punkte und hält die Hoffnung in Bothel auf den Klassenverbleib am Leben. „Wir sind so eine Mannschaft, die hinten raus viel erreichen kann“, prophezeit er.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Unwetter in Österreich: Hochwasser und abrutschende Hänge

Unwetter in Österreich: Hochwasser und abrutschende Hänge

Selfies auf Schienen und lebensgefährlicher Leichtsinn

Selfies auf Schienen und lebensgefährlicher Leichtsinn

Hongkong: Tränengas gegen Demonstranten

Hongkong: Tränengas gegen Demonstranten

Diese Weihnachtsdekoration liegt 2019 im Trend

Diese Weihnachtsdekoration liegt 2019 im Trend

Meistgelesene Artikel

Es müllert wieder!

Es müllert wieder!

Konsole statt Kohle: Titelkampf im eFootball

Konsole statt Kohle: Titelkampf im eFootball

Bei Tiedemann fließen die Tränen

Bei Tiedemann fließen die Tränen

Miesners Matchplan geht auf

Miesners Matchplan geht auf

Kommentare