Nach Ausschreitungen in Celle ist die Rotenburger Polizei gewarnt, aber nicht aufgeregt

„Wir sind ganz entspannt“

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Solche Bilder, wie hier 2008, als bengalische Feuer gezündet wurden, soll es morgen im Ahe-Stadion nicht geben – das verspricht der Sicherheitsbeauftragte des TuS Celle FC. · Archivfoto: Freese

Rotenburg - Von Matthias FreeseProvokationen, Prügelszenen und ein Polizeieinsatz – nach dem jüngsten Heimspiel des TuS Celle FC gegen den 1. SC Göttingen 05 kam es vor dem Stadion zu Ausschreitungen zwischen beiden Fan-Lagern. Muss jetzt auch der Rotenburger SV rund um das Kellerduell der Fußball-Oberliga gegen Celle (morgen, 14 Uhr) mit Randalen im Ahe-Stadion rechnen? „Nein“, verspricht Thomas Dannenberg, der Sicherheitsbeauftragte der Gäste. „Es wird nichts passieren!“

RSV-Coach Benjamin Duray ist der gleichen Meinung: „Ich mache mir da keine Sorgen.“ Die Rotenburger Polizei sieht es ähnlich und befindet sich quasi in gelassener Alarmbereitschaft. Pressesprecher Heiner van der Werp sagt: „Wir sind ganz entspannt. Natürlich haben wir in Richtung Celle und Göttingen geguckt. Aber die Situation ist hier in Rotenburg eine andere. Wir haben hier keine Rivalität zwischen den Fans.“ Stimmt, schließlich gibt es auf Seiten der RSV keine organisierte Anhängerschaft.

Insofern ist die Partie auch nicht als Risikospiel deklariert worden. Gleichwohl ist mit einem erhöhten Polizeiaufgebot zu rechnen. „Wir werden auf dem Sportplatz vorbeischauen und Präsenz zeigen. Wir haben mehr Leute im Dienst und sind gut vorbereitet. Wir rechnen aber nicht mit Ausschreitungen“, betont van der Werp.

Der TuS Celle FC ist für seine lautstarken Ultras bekannt. Auch in Rotenburg wurden die Grenzen des Erlaubten schon mal überschritten. Zuletzt war das allerdings im Sommer 2008, als bengalische Feuer abgebrannt wurden und die Polizei eingreifen musste.

Mit rund 30 Fans aus Celle rechnet übrigens Thomas Dannenberg: „Vielleicht sind da 15 aus der Ultra-Szene dabei. Aber die Fans, die mitkommen, werden sich aufs Anfeuern konzentrieren. Es wird keine Pyrotechnik oder Bengalos geben.“

Zu den jüngsten Ausschreitungen in Celle soll es gekommen sein, da sich die Göttinger Anhänger provoziert gefühlt hatten. „Die Gewalttaten gingen dann von Göttinger Fans aus. Und auch der Rest ging von Göttinger Seite gegen die Polizei aus. Das waren bundesligataugliche Bilder“, sagt Dannenberg. Nach seinen Eindrücken seien einige Gäste-Fans „auf Krawall aus“ gewesen und hätten ihrerseits schon „beim Einlass provoziert“. Der Sicherheitsbeauftragte erklärt: „Die Göttinger bezeichnen die Celler immer als Nazis. Das kann ich nicht verstehen. Wir haben alles dabei – aber keine Nazis.“

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