KREISLIGA-INTERVIEW: Über die Revanche gegen Westerholz

Sven Beyer: „Wir sind alle heiß darauf“

Bothels Sven Beyer brennt auf die Wiedergutmachung gegen den TuS Westerholz.

Bothel - Von Mareike Ludwig. Das Wort „Wiedergutmachung“ schwirrt diese Woche besonders in seinem Kopf herum. Solch ein Spiel will Sven Beyer mit seinem Fußball-Kreisligisten TuS Bothel „nicht noch mal erleben“. Die Rede ist vom Kreispokal-Aus gegen den TuS Westerholz (1:6). Elf Tage später – am Sonntag um 15 Uhr – kommt es in der Liga zum erneuten Aufeinandertreffen. Im Vorfeld haben wir mit dem 32-jährigen Abwehrchef über das Derby und die anhaltende Botheler Durststrecke gesprochen.

Vor eigenem Publikum an der Nase herumgeführt worden – sind Sie nach der Pokalschlappe besonders motiviert?

Auf jeden Fall, wir sind alle heiß darauf. Es ist die beste Gelegenheit, in so kurzer Zeit unsere Pleite wieder gut zu machen. Wir mussten uns zuletzt im Ort zu Recht einige Sprüche anhören.

Was macht Ihr Team dieses Mal besser?

Wir werden nicht wieder ins offene Messer laufen, sondern uns mehr auf die Defensive konzentrieren. Es wird ein Spiel, in dem nicht viel passiert.

Klingt für die Zuschauer nicht besonders attraktiv.

Dann sorgen wir eben für einen dreckigen 1:0-Sieg in der 90. Minute (lacht). Danach sind unsere Fans mit Sicherheit auch wieder gut drauf.

Nach einem verheißungsvollen Saisonstart liegt Ihr Team nur noch auf Rang sieben. Woran liegt es, dass die Erfolge zuletzt ausgeblieben sind?

Unsere Verletztenmisere ist einfach zu groß, das können wir nicht auffangen. Für unsere Spielweise fehlen uns die Leute. Daher müssen wir jetzt einiges umstellen.

Auch Ihr Bruder Tim Beyer ist seit einigen Wochen verletzt. Wie sehr vermissen Sie ihn auf dem Platz?

Es macht mir viel Spaß, mit ihm zu spielen. Wir verstehen uns blind, daher fehlt er mir natürlich. Aber auch ,Ceddy‘ und Christoph (Cedric Ahrens und Christoph Meinke, Anm. d. Red.) fehlen uns an allen Ecken und Enden.

Sie sprechen es bereits an. Ahrens, Meinke, Ihr Bruder und Torsten Hoops sind quasi die „alten Hasen“ im Team. Klappt die Zusammenarbeit mit der jungen Generation?

Der Neuaufbau macht mir sehr viel Spaß. Ich kann auch damit leben, dass mich der Großteil der Mannschaft beim Lauftraining überrundet (lacht).

Und in der Liga? Mittlerweile hat jedes Team schnelle Spieler in seinen Reihen. Wie machen Sie läuferische Defizite wett?

Schnelligkeit war noch nie so meine Stärke, das hat also nichts mit dem Alter zutun (lacht). Ich mache viel über mein Stellungsspiel. Am besten ist es aber natürlich, gleich zu Beginn den Zweikampf zu gewinnen, dann wird es bei uns im Strafraum gar nicht erst brenzlig.

21 Gegentore in neun Spielen sprechen aber nicht gerade für die Abwehr.

Das stimmt leider. Da fasse ich mir natürlich auch an die eigene Nase. Wir dürfen im Aufbauspiel nicht immer gleich den Ball verlieren und uns dann auskontern lassen.

Sie werden Ende des Monats 33 Jahre alt. Denken Sie denn schon darüber nach, wie lange Sie noch erste Herren spielen wollen?

Das lasse ich auf mich zukommen. So lange ich gebraucht werde, möchte ich noch spielen. Ich vermeide es, über ein mögliches Ende nachzudenken, denn der Zusammenhalt mit der Mannschaft ist mir sehr wichtig. Da würde mir etwas fehlen.

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