RSV-Boss Henri Ohlmann mit klarem Bekenntnis / Möglicherweise nur zwei Absteiger

„Wir planen für die Oberliga“

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Wer läuft nächste Saison in diesen Trikots für den Rotenburger SV auf? Noch ist die Frage nicht geklärt. 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind in diesen Tagen größer geworden – doch dem Rotenburger SV fehlt es immer noch am nötigen Personal für die neue Saison in der Fußball-Oberliga.

Kursierenden Gerüchten, dass der Wümme-Club deshalb möglicherweise erste und zweite Mannschaft zusammenschmeißt, freiwillig in die Landesliga zurückzieht oder nur noch in der Bezirksliga startet, ist der Vorsitzende Henri Ohlmann gestern entschieden entgegengetreten.

Nichts ist unmöglich – dieser Werbe-Slogan eines japanischen Automobilherstellers könnte momentan auch für den RSV gelten. Henri Ohlmann macht jedoch deutlich: „Wir spielen momentan Oberliga, wir haben die Lizenz dafür bekommen – und es ist auch uneingeschränkt die Priorität für nächste Saison!“ Die sportliche Qualifikation vorausgesetzt.

Derzeit steht mit Björn Mickelat (künftig Trainer beim TuS Zeven) erst ein Weggang fest, doch für die meisten gilt bisher das, was auch Linksverteidiger Axel France sagt: „Ich habe weder zu- noch abgesagt.“ Auch Benjamin Duray zögert bei der Vertragsverlängerung. Nicht auszuschließen also, dass der Coach nach einer anderen „Braut“ Ausschau hält.

Die Zeit drängt. Allerdings ist diese Situation nicht neu für den RSV. Im letzten Jahr hatte zum jetzigen Zeitpunkt erst Jelle Röben zugesagt, Ende Mai folgten Andy Kiel, Drilon Demaku, Henner Lohmann und Lucas Mensing, Coach Duray ließ damals noch länger auf sich warten. Wohl auch deshalb verfallen die Verantwortlichen nicht in Panik. Auf die Frage, ob er glaube, eine ligataugliche Mannschaft zusammenzubekommen, antwortete Ohlmann denn auch mit einem klaren Ja und ergänzt: „Wir planen für die Oberliga. Das würden wir nicht tun, wenn wir da nicht von ausgehen würden.“

Das nötige Geld steht laut des Sponsorenbeauftragten Paul Metternich bereit: „Finanziell können wir ohne Weiteres Oberliga spielen. Wir können keine großen Sprünge machen, aber ich habe dem Vorstand grünes Licht geben können.“ Und Ohlmann betont: „Wir werden immer noch mit bescheidenen Mitteln arbeiten müssen.“

Gut möglich ist übrigens, dass es gar keine vier Absteiger geben wird, sondern schon der 13. Tabellenplatz, auf dem der RSV steht, zum Klassenerhalt reicht – vielleicht sogar der 14. Rang! Wenn sich der Vizemeister nämlich in einer Relegationsrunde mit dem VfB Lübeck (Meister Schleswig-Holstein-Liga) und dem Bremer SV (Meister Bremen-Liga) einen der beiden Aufstiegsplätze sichert und zudem der Regionalliga-Zwangsabsteiger SV Wilhelmshaven, dem bisher die Lizenz verweigert worden ist, bis in die Landesliga durchgereicht wird, müssten nur die letzten beiden der Oberliga die Klasse verlassen. Das bestätigte auf Nachfrage auch der Spielausschussvorsitzende Jürgen Stebani. Allerdings sagt er auch im Hinblick auf Wilhelmshaven: „Darüber zu spekulieren, macht keinen Sinn. Das hat keine Halbwertszeit. Für die Oberliga sind die Kriterien nicht so hart, sonst wäre keine Nachfrist eingeräumt worden.“ In diesem Zusammenhang betonte Stebani auch, dass die Landesliga-Zweiten (auf diese Platzierung schielt der Heeslinger SC ja noch) keine Chance auf einen Aufstieg haben: „Das können die vergessen!“

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