Kriselnde Rotenburger vor schwerer Auswärtspartie in Habenhausen

„Wir müssen zurück zu den Wurzeln“

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Martin Nowakowsky (beim Wurf) trifft am Sonntag auf seinen ehemaligen Verein.

Rotenburg - Von Nicolas Tréboute. „Momentan ist einfach der Wurm drin“, stellt Michael Polworth, Teammanager des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg, fest.

Die Wümme-Sieben ging zuletzt dreimal in Folge als Verlierer vom Feld und ist vor allem nach der enttäuschenden 19:26-Pleite gegen die abstiegsgefährdete SG Bremen/Hastedt mehr denn je auf der Suche nach ihrer Form. Diese sollte der Tabellenachte schnellstmöglich finden – zumindest, wenn er am Sonntag (17 Uhr) beim ATSV Habenhausen bestehen will. Denn die drittplatzierten Gastgeber gehören zweifelsohne zu den Spitzenteams der Liga und verloren nur eines der vergangenen sechs Spiele – gegen den verlustpunktfreien Meister OHV Aurich. „Die können richtig Gas geben“, weiß Polworth.

Dass die Rotenburger Mannschaft das auch kann, hat sie in der Vergangenheit mehr als nur einmal bewiesen. Die Ursachen dafür, dass sie ihre Qualität im Jahr 2019 nur schemenhaft abrufen kann, sind vielschichtig, wie Trainer Nils Muche findet: „Verletzungen, Trainingsausfälle und so weiter – da gibt es einige Gründe.“ Zumindest die Personallage entspannt sich vor dem schweren Auswärtsspiel minimal. Zwar gehören Patrick Zahn, Jens Behrens und Kilian Behrens verletzungsbedingt nach wie vor zum Lazarett, doch immerhin Luka Bruns (zuletzt privat verhindert) rückt im Vergleich zur Vorwoche wieder in den Kader. Für Rotenburgs Winterzugang Martin Nowakowsky wird der Trip in den Bremer Stadtteil eine Reise in die Vergangenheit. Bis Ende letzten Jahres war der oberligaerfahrene Linksaußen noch für die zweite Mannschaft der Habenhausener in der Verbandsliga aktiv.

Übungsleiter Muche, der seine Mannschaft nach dem schwachen Auftritt gegen Bremen/Hastedt umgehend in die Kabine beordert hatte, hat sich dazu entschlossen, der Leistungsdelle vor allem mit Kommunikation beizukommen und will nicht extra die Zügel straffer ziehen. „Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, wo der Hase begraben ist. Draufzuhauen bringt nichts“, erklärt der Übungsleiter. „Das Team wird die Kurve kriegen.“ Und auch Polworth hält nichts davon, aus reinem Aktionismus etwas zu verändern: „Wir müssen zurück zu den Wurzeln.“ Dennoch hat der Teammanager erkannt, dass frisches Blut dem Rotenburger Team durchaus gut tun würde. „Wir haben schon einen fixen Zugang für die nächste Saison, der zu gegebener Zeit bekannt gegeben wird. Aus Fairness gegenüber dem abgebenden Verein haben wir aber zunächst Stillschweigen vereinbart“, so Polworth.

Vorerst geht es für die Wümme-Sieben aber darum, die sieben Zähler entfernte Abstiegszone weiterhin auf Distanz zu halten. Da es am Wochenende zum Kellergipfel zwischen dem VfL Edewecht und dem SV Beckdorf kommt, könnte zumindest eine der beiden Mannschaften auf fünf Punkte an Rotenburg heranrücken. Doch Polworth hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Gäste in Habenhausen wieder in die Spur finden: „Wir fahren nicht dahin, um die Punkte abzuschenken.“

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