RSV gibt im Streit um Sportplatznutzung klein bei / Stadt spricht von „Unbelehrbaren“

„Wir müssen jetzt damit leben“

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Eine einvernehmliche Lösung ist außer Sichtweite, der Umgangston alles andere als freundschaftlich. Im Streit um die Nutzung der Ahe-Sportplätze hat die Stadt per Pressemitteilung auf die Berichterstattung in der RK/VN reagiert.

In dem von Peter Ahrens aus dem Tiefbauamt gezeichneten und Bürgermeister Detlef Eichinger zur Kenntnis vorgelegten Papier werden Verantwortliche des Fußball-Clubs Rotenburger SV in die Ecke der „Unbelehrbaren“ gerückt. Vom RSV kam kein Widerspruch. „Wir müssen damit leben, wie es ist – und gut“, erklärte der zweite Vorsitzende Thorsten Bruns.

Die Stadt stellt fest, dass aufgrund des Winters „für die Rasenflächen in diesem Jahr eine besonders intensive Instandsetzungspflege erforderlich“ ist. Für Vertikutieren, Tiefenlochen, Besanden und Nachsaat sind in diesem Sommer nur für die Rasenpflege auf der Anlage 29 359,26 Euro aus dem städtischen Haushalt ausgegeben worden. „Durch den langen Winter haben sich auch die Punktspiele teilweise verschoben, so dass auf den Sportplätzen noch bis zum 15.6. Pflichtspiele stattfanden. Damit konnten die Plätze auch erst ab Mitte Juni überarbeitet und eingesät werden“, so die Stadt. Anfang Juni wurde den Vereinen die Mindestschonzeit von sechs Wochen, also bis Ende Juli, mitgeteilt. Auf Bitte von Detlef Lehmann, Trainer der Landesliga-Elf des RSV, wurden nach einer Begehung am 2. Juli Teilflächen zu Trainingszwecken freigegeben – dienstags bis donnerstags für zwei Stunden zwischen den Strafräumen. Diese Zeiten muss sich die erste Herren mit ihrer in der Bezirksliga spielenden Reserve teilen. Ab dieser Woche steigt auch die A-Jugend ins Training ein.

Die Stadt beauftragte – „nachdem die Forderungen durch den RSV … immer massiver wurden“ – einen Sachverständigen für vegetationstechnische Beratung und Sportplatzpflege, der ihre Auffassung bestätigte, da – so Pressemitteilung – „das neue Wurzelwerk noch lange keine ausreichende Scherfestigkeit gebildet hätte“. Allein aufgrund der Ausgaben hätten „die städtischen Angestellten schon dafür Sorge zu tragen, dass die Anlage zu Saisonbeginn wieder allen Sportlern tadellos zur Verfügung gestellt wird und nicht von einigen wenigen Unbelehrbaren während der Regenerationsphase wieder zertreten wird“.

Unterstützung erhält der RSV von Gilberto Gori, dem Sportausschussvorsitzenden: „Es gibt nun mal einen Verein, der in einer höheren Klasse spielt und deshalb mehr trainieren muss, deshalb sollten die Verantwortlichen der Stadt ihn auch mitunterstützen“, sagt er. Zumal es auf absehbare Zeit aufgrund leerer Kassen keinen Kunstrasenplatz geben wird, der die Situation entspannen würde. „Dafür haben wir aber ja einen tollen Bahnhof“, bemerkt Gori.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Norbert Röttgen: "Es geht um Positionierung der CDU"

Norbert Röttgen: "Es geht um Positionierung der CDU"

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Die Themen der Reisemesse ITB

Die Themen der Reisemesse ITB

Neue Dokumente: Willkürliche Inhaftierung von Uiguren

Neue Dokumente: Willkürliche Inhaftierung von Uiguren

Meistgelesene Artikel

Burina lässt Asse sprechen

Burina lässt Asse sprechen

Griffitts erneut im Dreier-Rausch

Griffitts erneut im Dreier-Rausch

16:30 – TuS Rotenburg geht in Achim unter / Erstes Feldtor nach 21 Minuten

16:30 – TuS Rotenburg geht in Achim unter / Erstes Feldtor nach 21 Minuten

Niestädt will zurück auf den Platz

Niestädt will zurück auf den Platz

Kommentare