Spitzenreiter hin oder her – RSV braucht gegen Braunschweig einen Heimsieg

„Wir müssen Dreck fressen“

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Wer darf sich das Leibchen ausziehen? RSV-Coach Benjamin Duray kündigte bereits einige personelle Überraschungen für morgen an. ·

Rotenburg - Wie der Gegner heißt, ist längst egal. Auch, wo er in der Tabelle steht. Spitzenreiter hin oder her – im Heimspiel gegen die Freien Turner Braunschweig zählt für die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV morgen (16 Uhr) nur ein Sieg. „Rennen, fighten, kratzen, beißen – wir müssen Dreck fressen“, fordert Benjamin Duray, Coach des Schlusslichtes, von seinen Mannen. „Wir sind im Abstiegskampf. Und jeder, der was anderes denkt, kann seine Koffer packen!“

Die Zeit der Streicheleinheiten ist vorbei. Nach sieben Spielen stehen auch weiterhin nur zwei Zähler auf der Habenseite des RSV. Sechs Punkte sind es inzwischen sogar zu den Nichtabstiegsplätzen, weshalb Duray auch von „Endspielen in den nächsten Wochen“ spricht. Wichtig sei es, bis zur Winterpause auf Tuchfühlung zu bleiben und den Anschluss herzustellen, ansonsten hat sich auch das Thema Nachverpflichtungen erledigt. „Wenn du dann abgeschlagen bist, muss man sich da keine Gedanken mehr machen“, weiß Duray. An Aufgabe hat er selbst übrigens noch nicht gedacht: „Ich bin nicht derjenige, der die Flinte ins Korn wirft. Ich bin der Letzte, der aufgibt“, betont er.

Von seinem Spielern erwartete er aber, „dass neben dem Talent jetzt auch die Tugenden kommen“. Eine Stammplatzgarantie hat da bis auf wenige Ausnahmen (etwa die Innenverteidiger Tim Ebersbach und Christoph Drewes) keiner mehr. Duray kündigt gegen den Aufsteiger, der am letzten Wochenende mit dem 1:3 gegen U.L.M. Wolfsburg seine erste Saisonniederlage hat einstecken müssen, denn auch einige personelle Überraschungen an. Welche das sein werden, verrät er nicht. Klar ist nur, dass Jannick Heins nach seiner Roten Karte noch zwei Spiele pausieren muss und auch Drilon Demaku nach seiner fünften Gelben vom letzten Spiel beim VfL Osnabrück II zum Aussetzen gezwungen ist. Das könnte die erneute Chance für den kampfstarken Tobias Kirschke auf der Sechser-Position sein. „Keiner hat ein Argument, dass er spielen kann“, betont Duray und denkt sogar ein wenig wehmütig an die letzte Saison: „Da hatten wir fußballerisch vielleicht eine schlechtere Mannschaft, aber wir hatten drei, vier ausgebuffte Typen mehr, die den Sieg unbedingt wollten – wie Sebastian Harth, Boris Höper, Florian Tinzmann oder auch Frederik Klintworth.“ · maf

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