Stemmens Douglas Wink über seine brasilianischen Wurzeln und den verpatzten Saisonstart

„Wir lassen uns keine Angst einflößen“

Stets am Ball: Douglas Wink sagt, dass er sich noch häufiger lösen muss.
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Stets am Ball: Douglas Wink sagt, dass er sich noch häufiger lösen muss.

Stemmen – Zwei Herzen schlagen in seiner Brust. Auf der einen Seite fühlt sich Douglas Wink als Deutscher und bezeichnet sein Geburtsland als Heimat. Wenn der 20-Jährige aber auf dem Fußballplatz steht und das Trikot des Kreisligisten TV Stemmen trägt, dann ist er hundertprozentig Brasilianer. Warum er sich dann zu den Südamerikanern hingezogen fühlt und was er zum verpatzten Saisonstart sagt, verrät der Stemmer im Interview.

Herr Wink, Ihr Vater ist Brasilianer, ihre Mutter Deutsche. In welcher Sprache unterhalten Sie sich?

Ich spreche leider kein Portugiesisch, das habe ich nie gelernt. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen.

Dennoch fühlen Sie sich nach Brasilien hingezogen?

Na klar. Ich bin stolz, etwas Brasilianisches in mir zu haben. Immer, wenn die Möglichkeit besteht, dorthin zu fliegen, bin ich natürlich sofort dabei. Das letzte Mal war ich vor drei Jahren da.

Sie selbst sagen, dass Ihre Spielweise brasilianisch ist. Warum?

Ich liebe es, meinen eigenen Stil zu spielen. Ich kann es gar nicht genau sagen, aber das kommt auch von meinem Vater. Von ihm habe ich die Liebe zum Fußball.

Apropos: Ihr Vater war jahrelang Spieler und Trainer des TV Stemmen. Wie fühlt es sich an, nun selbst für die erste Herren zu spielen?

Alle haben mich immer ,der kleine Wink‘ genannt. Darauf bin ich sehr stolz.

In der Jugend waren Sie vorne im Sturm zu finden, mittlerweile spielen Sie auf dem Flügel. Wo fühlen Sie sich wohler?

Definitiv auf meiner jetzigen Position. Da kann ich mich viel besser entfalten und habe mehr Spielanteile, da ich nach vorne und nach hinten arbeite. Zudem kann ich dort meine Schnelligkeit mehr einbauen.

Mit 20 Jahren stehen Sie noch am Anfang der Herren-Laufbahn. Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Ich bin etwas zu ballverliebt und nehme den Kopf nicht immer hoch. Zudem muss ich mein Können im Spiel konstanter umsetzen.

Holen Sie sich Tipps von Ihren erfahrenen Mitspielern?

Ich tausche mich mit Douglas Grun sehr viel über Fußball aus. Wir arbeiten beide bei meinem Vater im Restaurant. In der Küche ist Fußball eigentlich immer Thema. Aber auch unser Abwehrchef Stefan Ehrke hilft mir weiter.

Vier Spiele, ein Punkt. Der Saisonstart hört sich verkorkst an.

Das stimmt leider. Wir wussten, dass wir es mit unserem kleinen Kader schwer haben würden. Zudem müssen wir uns nach einem Jahr in der 1. Kreisklasse erst wieder an die Kreisliga gewöhnen. Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt. Wir haben das Niveau.

Wo sehen Sie den größten Unterschied zwischen beiden Ligen?

Die Gegner spielen deutlich schneller, wir haben nicht mehr so viel Zeit am Ball.

Der nächste Gegner heißt TSV Groß Meckelsen. Gelingt der erste Sieg?

Das wird keine leichte Aufgabe. Wir lassen uns keine Angst einflößen. Wenn wir unsere Leistung bringen, bin ich sehr optimistisch.

Von Mareike Ludwig

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