Westerholz‘ Trainer Cord Ohlmann spricht über den verpatzten Saisonstart

„Wir haben uns selbst in die brenzlige Lage gebracht“

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Hat derzeit nicht viel zu lachen: Westerholz‘ Trainer Cord Ohlmann ist mit seinem Team momentan das Liga-Schlusslicht.

Westerholz - Von Mareike Ludwig. Während die vergangene Saison für die Kreisliga-Fußballer des TuS Westerholz noch sehr erfolgreich verlief und auf dem dritten Platz beendet wurde, steht das Team von Trainer Cord Ohlmann nach dem sechsten Spieltag der laufenden Serie mit nur einem einzigen Zähler derzeit auf dem letzten Rang.

Wie Ohlmann seine Mannschaft schnellstmöglich wieder aus dem Tabellenkeller bekommen möchte und ob er selbst schon über Konsequenzen nachgedacht hat, verrät er im Interview mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Herr Ohlmann, woran liegt es, dass Ihre Mannschaft bislang noch nicht wieder an die gute Vorsaion anknüpfen konnte?

Cord Ohlmann:Der ein oder andere Spieler hat es sich zu einfach vorgestellt und gedacht, dass es ein Selbstläufer wird. Jetzt stecken wir unten drin, wodurch sich natürlich eine Verunsicherung in den Köpfen der Spieler breit gemacht hat.

Ist der Kader vielleicht auch zu dünn besetzt? Schließlich plagen Sie sich immer wieder mit Verletzungssorgen herum und haben Probleme, ein starkes Team aufs Feld zu schicken.

Ohlmann:Das stimmt, ich konnte in dieser Saison bislang kein einziges Mal aus dem Vollen schöpfen. Unsere Ausfälle wie beispielsweise Jan-Lüder Behrens, Michael Wekel und Tim Ostenfeld können wir nicht so einfach kompensieren. Mir ist es aber zu einfach, es darauf zu schieben. Das will ich nicht als Ausrede gelten lassen.

Ihr Team hat zusammen mit dem TV Sottrum bislang die meisten Gegentore der Liga kassiert. Ist die Abwehr Ihr größtes Problem?

Ohlmann:Die Defensive ist unser Problem, und die fängt schon im Angriff an. Dort vergeben wir die besten Möglichkeiten, im Mittelfeld haben wir zu viele leichte Ballverluste. Dann sieht die Abwehr natürlich oftmals schlecht aus. Unseren Torwart Sebastian Lauridsen will ich da aber rausnehmen, schließlich war er an den Gegentoren machtlos.

14 erzielte Tore in sechs Spielen sind aber doch gar kein schlechter Wert.

Ohlmann:Wenn der Gegner bereits einen komfortablen Vorsprung hat, fährt er automatisch einen Gang runter. Dadurch ist es auch nicht mehr schwer, das Tor zu treffen.

Beim 1:1 gegen Stemmen hat Ihre Mannschaft bewiesen, dass sie es kann.

Ohlmann:Auch in den anderen Partien haben wir gut gespielt. Vom Leistungsniveau her waren die Gegner nicht besser. Durch Pech und eigene Dummheit haben wir uns aber selbst in die brenzlige Lage gebracht.

Und was muss sich ändern, damit es künftig wieder besser läuft?

Ohlmann:Wir müssen ruhig und konzentriert bleiben und weiter hart arbeiten. Durch einen Sieg würden wir dann auch endlich die Nervosität aus den Köpfen bekommen.

Am Wochenende ist Ihr Team spielfrei. Ein Vor- oder Nachteil?

Ohlmann:Weder noch. Wir müssen es so hinnehmen. Um unseren Rhythmus nicht völlig zu unterbrechen, steht am Donnerstag daher noch ein Freundschaftsspiel beim SV Horstedt auf dem Programm.

Und dann geht es zum TuS Fintel, der momentan auch unten mit drin steckt. Ist ein Sieg Pflicht, um den Anschluss nicht zu verpassen?

Ohlmann:Mittlerweile ist es egal, welcher Gegner auf dem Zettel steht. Wir müssen unbedingt punkten. Fintel ist aber kein leichter Gegner. Die Mannschaft hat schon mehrfach bewiesen, dass sie kämpfen kann.

Vor der Saison haben Sie als Saisonziel Platz drei bis fünf ausgegeben. Haben Sie es schon nach unten korrigiert?

Ohlmann:Jetzt tendiere ich eher zu Rang fünf. Wir sind derzeit Letzter, daher können wir nicht über den Zug nach oben nachdenken.

Haben Sie selbst schon darüber nachgedacht, hinzuschmeißen?

Ohlmann:Nein. Ich habe definitiv noch Lust. Ich weiß, dass wir besser sind als es der letzte Platz aussagt.

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