„Wir haben die Qualität“

TuS Hemslingen/Söhlingen steckt voll im Abstiegskampf

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Jonas Kregel (l.) und der TuS Hemslingen/Söhlingen könnten ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens absteigen.

Hemslingen - Von Vincent Wuttke und Mareike Ludwig. Auf diesen Zufall könnten die Fußballer des TuS Hemslingen/Söhlingen wohl verzichten. Ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens steckt die Mannschaft in der 1. Kreisklasse Süd im Abstiegskampf.

Vier Partien vor Saisonende steht die Mannschaft von Spielertrainer Sascha Kregel auf Rang zwölf und hat nur einen Zähler Vorsprung auf den MTV Wohnste, der den Abstiegsrelegationsplatz belegt.

Es geht eng zu im Tabellenkeller

Das Prekäre daran: Der MTV Wohnste hat sogar noch ein Spiel weniger bestritten und könnte mit einem Sieg an die Kregel-Elf vorbeiziehen. Angesichts der lediglich drei Zähler Vorsprung auf Schlusslicht GW Helvesiek scheint auch der letzte Rang noch nicht vom Tisch zu sein.

„Gerade in diesem Jahr wäre der Abstieg der Super-Gau“, weiß Kapitän Jonas Kregel, Cousin des Trainers, um die Bedeutung des Jubiläums. Der Gang in die 2. Kreisklasse würde ziemlich auf die Stimmung drücken. „Deshalb wollen wir den Ligaverbleib unbedingt schaffen. Auch, wenn es gerade nicht mehr so rosig aussieht“, gibt Jonas Kregel zu. Und er fügt an: „Es bringt uns nichts, auf andere zu schauen. Wir müssen Punkte holen. Das klingt nach einer Floskel, ist aber so.“

„Wir spielen alle unter unserem Niveau“

Nachdem auch schon die vergangene Saison mittelmäßig verlaufen war und mit Rang elf endete, hat das Team nicht die Wende geschafft. „Wir spielen aber auch alle unter unserem Niveau“, findet Jonas Kregel. Vor allem die Offensive macht Probleme. Mit 29 Treffern stellt Hemslingen/Söhlingen den schwächsten Angriff der Liga. „Unsere Chancenverwertung ist mangelhaft. Für einen Treffer brauchen wir zehn Versuche“, erklärt Coach Sascha Kregel. Und sein Cousin ergänzt: „Es ist aber nicht nur an einem einzelnen Mannschaftsteil festzumachen.“

Der Abgang von Henrik Bulkowski zum Kreisligisten TV Sottrum oder aber der Ausfall des Verletzten Jakob Regenhardt (Bänderriss) können nicht so einfach aufgefangen werden. „Sollte es zur Relegation kommen, ist Jakob zum Glück wieder dabei“, blickt der Spielertrainer voraus.

Restprogramm macht Mut

Zumindest das Restprogramm macht etwas Mut, dass das Jubiläum nicht zum Abstiegsjahr wird. Der TV Hassendorf, der FC Rüspel/Weertzen und der TuS Fintel sind allesamt Teams aus dem unteren Mittelfeld. „Wenn wir am Wochenende gegen Hassendorf gewinnen, bin ich guter Dinge“, so Sascha Kregel. Doch zuvor steht heute noch die Partie gegen den Spitzenreiter SG Unterstedt auf dem Programm. „Mit unserem dünnen Kader müssen wir aufpassen, dass wir dort keine Packung bekommen“, rechnet sich der 31-jährige Coach keine Chancen aus. Optimistisch, dass es mit dem Klassenerhalt klappt, ist Defensivmann Jonas Kregel aber trotzdem. „Wir haben die Qualität.“

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