„Wir haben uns durchgemogelt“

Titelfavoriten Sottrum und Unterstedt ziehen in die Finalrunde ein

Der dreifache Torschütze Wolfgang Pesch (am Ball) und die SG Unterstedt trennten sich vom TV Sottrum (links mit Lennart Holzkamm) 0:0 - dennoch kamen beide Favoriten weiter. Fotos: Freese
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Der dreifache Torschütze Wolfgang Pesch (am Ball) und die SG Unterstedt trennten sich vom TV Sottrum (links mit Lennart Holzkamm) 0:0 - dennoch kamen beide Favoriten weiter.

Bothel - Von Matthias Freese. Noch rechtzeitig auf Touren gekommen: Mit den Fußball-Kreisligisten TV Sottrum und SG Unterstedt haben zwei Titelfavoriten das Finale der Futsal-Hallenkreismeisterschaft nächsten Sonntag in Sittensen erreicht. Beide hatten sich im Auftaktspiel der Halbfinalgruppe 2 0:0 voneinander getrennt, anschließend aber noch den TuS Westerholz, Primus der 1. Kreisklasse Süd, sowie den Klassenrivalen VfL Visselhövede, der mit einem Mix aus Erster und Zweiter angetreten war, hinter sich gelassen. Die Heidestädter blieben ohne Punkt und Treffer.

Sottrums Co-Trainer Daniel Matthies, an diesem Tag der Hauptverantwortliche, räumte ein, dass ein Weiterkommen gar nicht das primäre Ziel gewesen sei, denn für Sonntag stand bereits ein Testspiel auf Kunstrasen beim TuS Schwachhausen (Bremenliga) auf dem Plan. „Jetzt müssen wir versuchen, das umzulegen“, meinte er. Schließlich wollen die Sottrumer nun auch den Hallentitel holen, wenn sie schon nach Sittensen müssen.

Dabei bewertete Matthies die gezeigten Leistungen durchaus kritisch. „Eine Hallenmannschaft sieht anders aus. Wir haben uns durchgemogelt. Aber wenn andere Teams wie Visselhövede mit einer B-Elf kommen, reicht das eben aus.“ Zumal sich Sottrum in Abwesenheit des Sturmduos Andrej Edel und Matthias Michaelis auf eine disziplinierte Defensive sowie auf „Hallenspezi“ Finn Herwig verlassen konnte. Er leitete den 2:0-Sieg gegen Visselhövede mit seiner frühen Führung ein und brachte sein Team nach dem 0:1-Rückstand gegen Westerholz wieder ins Spiel. Letztlich profitierte Sottrum davon, dass der Westerholzer Jendrik Hädecke einen Querpass von Louis Jaugstetter unglücklich ins eigene Tor zum Sottrumer 2:1-Erfolg und Gruppensieg schob.

Auch ein Kunststück: Visselhövedes etwas später angereister Keeper Michel Brückner bindet sich die Schuhe mit Handschuhen zu.

Das Aus des einzigen Teams aus der 1. Kreisklasse in dieser Gruppe besiegelte im letzten Spiel Titelverteidiger Unterstedt mit dem 3:0 gegen „Vissel“ dank zweier Tore von Wolfgang Pesch und eines Treffers von Leon Linke. Beide machten den Unterschied aus. Pesch hatte schon zuvor beim 1:1 gegen Westerholz die Führung erzielt, Lars Rathje wiederum einen Schuss seines Mitspielers Jendrik Hädecke unhaltbar ins Unterstedter Tor abgefälscht. Westerholz genügte der 3:0-Auftaktsieg gegen Visselhövede damit nicht.

Unterstedts Coach Uwe Delventhal wusste wiederum, dass seine Mannen trotz des Weiterkommens nicht ihren besten Hallenfußball gezeigt hatten. „Die ersten beiden Spiele waren schlecht. Wir wollten es besser rausspielen. Zum Schluss haben wir endlich die einfachen Bälle und nicht so viel mit Hacke und Spitze gespielt. Das hat Visselhövede zu spüren bekommen“, meinte er.

Die Heidestädter waren übrigens kurzzeitig von der Absage des MTV Wilstedt in der Parallelgruppe betroffen: Weil ihr Spiel gegen Westerholz (mit Feldspieler Hans Wahlers im Kasten) deshalb vorgezogen wurde, war Torwart Michel Brückner noch nicht in der Halle. Er wurde erst im Laufe der Partie für den eingesprungenen Feldspieler Marvin Jungnitz eingewechselt. Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte dieser Nachteil jedoch nicht.

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