Doch den Meister-Sekt will Stemmen nicht in Rechnung stellen

„Wir fühlen uns veräppelt“

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Geknickt: Heiko Schreiber.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSTEMMEN · Meister für eine Stunde – kein besonders erstrebenswertes Ziel, vor allem, wenn die Realität wieder eingekehrt ist.

Die Fußballerinnen des TV Stemmen mussten es erleben, weil der VSV Hedendorf/Neukloster statt einer 2:3-Niederlage zunächst einen 3:2-Sieg gegen den Buchholzer FC als offizielles Ergebnis auf der DFB-Homepage http://www.fussball.de eingetragen hatte. Der Titel ging nach Buchholz. Stemmens Coach Heiko Schreiber nahm die ganze Sache einen Tag später aber schon wieder recht locker.

Herr Schreiber, haben Sie sich eigentlich wie im falschen Film gefühlt, als Sie erfahren haben, dass es sich nicht um ein korrektes Ergebnis gehandelt hat und Sie doch nicht Meister sind?

Heiko Schreiber:Man fühlt sich schon veräppelt. Ob sich da einer einen Scherz mit uns erlaubt hat, weiß ich aber auch nicht. Es hatte sich ja über eine Stunde nichts im Internet geändert – und dann kommt auf einmal um 16.15 Uhr ein anderes Ergebnis. Logisch, dass die Mädels da geknickt waren. Und so ein kleiner Holzhammer war das für mich auch.

Während Ihre Damen feierten, wirkten Sie selbst eher gedämpft erfreut – hatten Sie da so ein Gefühl …

Schreiber:Vielleicht hatte ich eine kleine Vorahnung. Dass es sich Buchholz im letzten Spiel noch von der Schippe nehmen lässt, konnte ich mir schwer vorstellen. Aber das Ergebnis stand ja über eine Stunde im Netz. Wir hatten auch versucht, in Hedendorf anzurufen, aber es ging ja niemand ran.

Fühlt man sich da an Schalke 04 erinnert, denen es 2001 ähnlich ging.

Schreiber:Jetzt konnte man es richtig nachvollziehen, wie sich Schalke gefühlt haben muss. Die waren damals vier Minuten Meister, wir über eine Stunde. Das ist dann wirklich wie ein Brett vor dem Kopf.

Und dem VSV Hedendorf/Neukloster, der das falsche Ergebnis ja wohl eingegeben hat, erwartet nun die Rechnung für den Sekt, der in Stemmen floss?

Schreiber (lacht):Da müssen wir mal gucken. Ich weiß ja nicht, wer das Ergebnis eingegeben hat. Eigentlich muss es der Heimverein innerhalb einer Stunde tun und der Schiedsrichter es dann bestätigen. Aber egal, das haben wir noch über, bei dem bisschen, was da weggeschlürft wurde.

Jetzt muss Stemmen doch noch mal ran – in der Relegation gegen Teutonia Uelzen …

Schreiber:Ja, jetzt müssen wir am Mittwoch nochmal trainieren. Ich denke mal, dass die Mädels zwar ein bisschen gefrustet sind, aber das werden sie im Spiel schon rauslaufen.

Das Relegationsspiel gegen Teutonia Uelzen steigt am Sonnabend um 18 Uhr in Laßrönne bei Winsen

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