Hurricanes-Herren erfolgreich wie lange nicht

„Wir denken nicht an Aufstieg“

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Sebastian Roy hat allen Grund, gut gelaunt zu sein – es läuft.

Rotenburg - Sebastian Roy ist schon lange dabei. Anfang des Jahrtausends – noch in der 1. Regionalliga – als Co-Trainer, dann, mit einigen Auszeiten, mehrfach als Coach und als Spieler. „Aber dass wir so einen guten Start in der Oberliga hatten – daran kann ich mich nicht erinnern“, sagt der 35-Jährige, der die Basketball-Herren der BG ‘89 Hurricanes nun seit zwei Jahren wieder trainiert. Auf Platz zwei liegt das Team aktuell nach sechs Spielen. Wir haben bei Roy nachgefragt, ob da noch mehr geht und warum frühere Leistungsträger wieder dazustießen.

Sechs Spiele, fünf Siege – wie erklären Sie sich diesen Saisonstart?

Zum einen mit dem dankbaren Spielplan. Wir haben bisher gegen viele Aufsteiger gespielt oder gegen nur sechs Stader. Zum anderen sind wir mittlerweile recht gut eingespielt. Und wenn man mit ein, zwei Siegen startet, spielt man auch viel befreiter auf.

Zeit also für eine Zielkorrektur? Wir wäre es mit Titel und Aufstieg?

Es wird nicht so weitergehen, die dicken Brocken kommen noch. Dann müssen wir erstmal mit Niederlagen umgehen, nachdem wir uns jetzt so verwöhnt haben. Aber natürlich wollen wir gucken, dass wir uns im oberen Drittel festhalten.

Eine Rückkehr in die 2. Regionalliga nach sieben Jahren schließen Sie aus?

Wir denken nicht an Aufstieg. Für mich ist das kein Ziel. Natürlich hat man Wünsche und Träume, aber wir müssen realistisch sein. Wir haben hier das Freizeitmodell – wegen Beruf und Familie kann nicht immer jeder. Gegen Blau-Weiß Merzen haben wir verloren, weil wir keine von unseren Großen dabei hatten. Man muss doch auch sehen, dass wir meist nur sieben oder acht Leute sind. Mittelfristig sehe ich das also nicht.

Dann bleiben die Damen weiter das Aushängeschild des Vereins?

Definitiv. Das ist so. Es ist aber trotzdem attraktiv, auch für Oberliga-Spiele in die Halle zu kommen.

Was wäre denn nötig, um mit den Herren wieder höherklassiger zu spielen?

In der Regionalliga brauchst du einen Kader von zwölf Spielern, die dreimal die Woche trainieren. Ich brauche dann eine zweite Herren und den Unterbau mit zwei U 18-Teams. Sonst verlierst du jedes Spiel und kannst den Jungen auch keine Spielpraxis geben, weil sie da auf große athletische Männer treffen.

Haben Sie denn darüber mal mit Hauke Sievers ein Gespräch geführt?

Nein, das gab es nicht.

Wie ist das eigentlich: Im Spiel sind Sie als Trainer sein „Boss“, im Verein ist er als neuer Abteilungsleiter Ihr „Vorgesetzter“ – funktioniert das?

Tatsächlich ist mir so eine Hierarchie-Struktur noch gar nicht aufgefallen. Aber es ist ohnehin so, dass wir uns beraten und austauschen. Wir arbeiten sehr kooperativ zusammen, nicht autoritär.

Mit Christoph Cordes und Sven Sackmann sind jetzt zwei frühere Leistungsträger – beide schon über 40 – noch mal dazugestoßen. Wie kam es dazu?

Der Kontakt war ja immer da, wir haben auch schon oft geworben. Und als Florian Birk vor der Saison Hochzeit hatte, hatten wir alle einen längeren Abend zusammen, um gewisse Dinge zu klären. Für mich ist das ein kleiner Traum. Ich war 17 oder 18, als sie in der Regionalliga gespielt haben. Dass sie jetzt noch einmal zusammenkommen – da schließt sich für mich ein bisschen der Kreis.

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