Planer Grundmann verschafft sich ersten Eindruck / „Hohes Niveau“

Winterrasen mit Verspätung?

Aus Asche wird Gras: Auf rund 7 000 Quadratmetern entsteht der neue Platz mit Winterrasen auf dem Ahe-Sportgelände.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es ging um den ersten Eindruck. Und der war gut. „Das ist schon ein hohes Niveau hier. Die Plätze sind sehr gut gepflegt“, meinte Garten- und Landschaftsarchitekt Dieter Grundmann aus Sarstedt, als er gestern einen Blick über die Ahe-Sportanlage warf. Er ist mit seinem Büro für Sport- und Freiraumplanung von der Stadt Rotenburg beauftragt worden, den sogenannten Winterrasen auf dem jetzigen Tennenplatz zu erstellen. Ob allerdings das erste Spiel auf dem neuen Untergrund, der über eine hohe Scherfestigkeit und hohe Wasserdurchlässigkeit verfügen soll, wie angestrebt im Oktober steigen kann, ist derzeit noch sehr ungewiss.

Beleuchtung ist nicht ausreichend

Das liegt vor allem an der aktuellen Corona-Krise, wie Grundmann beim Ortstermin am Mittwochmorgen deutlich machte. „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir das garantieren, dann fertig zu sein. Wir können momentan keine Einschätzung abgeben, wir wissen ja nicht, wie es mit den Firmen aussieht, ob wir überhaupt Angebote bekommen. Auch beim Material sehe ich möglicherweise Probleme“, betonte der Diplom-Ingenieur, der zuletzt für den Fußball-Zweitligisten Hannover 96 im Rahmen des Neubaus des Leistungszentrums gearbeitet hat. Stephan Lohmann von der Stadt Rotenburg bestätigte: „Über Zeitabläufe können wir noch nichts sagen.“ Und Rolf Ludwig, Initiator und Geldgeber des Projekts, sagte: „Ziel soll es weiterhin sein, im Oktober fertig zu werden, aber man muss auch verstehen, wenn es sich verschiebt.“

Grundmann machte zudem klar, dass „so ein Naturrasenplatz nicht mit der Nutzungsdauer eines Tennenplatzes im Winter zu vergleichen ist. Natürlich wollen wir das Optimum herausholen, aber man muss die Nutzung im Winter runterfahren, um Schäden zu vermeiden. Außerdem wird dieser Platz mehr Nährstoffe und Wasser brauchen als alle anderen.“ Das liegt an der speziellen Grassorte, Deutsches Weidelgras (Lolium), und einem sandreichen Substrat.

Im Juni des vergangenen Jahres hatte der einst als „Rasenpapst“ titulierte Clemens Mehnert aus Mindelheim erste Voruntersuchungen auf der roten Rotenburger Asche getätigt. Fest steht seither, dass das bisher überwiegend in Süddeutschland bevorzugte System, beim Unterbau das Tennenmaterial mitzuverwenden, „hier nicht funktioniert“, wie Grundmann bemerkte.

Und auch eine neue Flutlichtanlage scheint nach Ansicht des Planers nötig zu sein. Die sechs Masten, die jetzt für das Licht am Abend sorgen, weisen nicht die erforderliche Höhe von 16 Metern auf, das Licht entspreche nicht den aktuellen Standards. „Das ist auch als Trainingsbeleuchtung nicht ausreichend“, merkte Grundmann an und plädierte für neue Masten mit LED-Leuchten. 150 000 Euro stehen hierfür bereit. Die größte Summe des Projektes, 250 000 Euro, steuert Rolf Ludwig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine, mit seiner gleichnamigen Stiftung bei. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) hatte die Gesamtkosten zuletzt auf 450 000 Euro geschätzt.

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