Doch in Scheeßel sorgt ein nicht gegebenes Tor für Aufsehen

Winter macht es rustikal – 2:1

Vollen Einsatz legte Scheeßels Dierk Dreyer (l.) mit seinem Team an den Tag und wurde dafür belohnt. Foto: Goldstein

Scheeßel – Die Ausbeute kann sich sehen lassen: Innerhalb von weniger als 46 Stunden musste der SV Rot-Weiß Scheeßel in der Fußball-Kreisliga gleich zweimal auf eigenem Platz ran, hat dabei vier Zähler eingefahren und den letzten Platz verlassen. Gestern siegte die abstiegsgefährdete Elf von Normand Wendland überraschend mit 2:1 (2:1) gegen den Bremervörder SC, nachdem sie nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung am Freitagabend beim 2:2 (0:2) gegen die FSV Hesedorf/Nartum knapp an einem Erfolg vorbeigeschrammt war.

„Das war ein großer Kampf von uns. Bremervörde hat sehr gedrückt, aber durch unsere kompakte Abwehrarbeit haben wir die Aufgabe lösen können“, analysierte der Scheeßeler Übungsleiter den Erfolg über die Gäste, die dadurch auf den vierten Tabellenplatz abrutschten. Bremervörde war besser in die Begegnung gestartet und schien nach dem 1:0 (10.) durch Kevin Tews seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch die Gastgeber ließen sich von diesem Rückschlag nicht verunsichern und schlugen nach einer schnellen Kombination über die Außen zurück. Wynton Kube steckte für Jan Loos durch, der die Nerven behielt und egalisierte (21.). Auch danach blieb das Wendland-Team am Drücker und belohnte sich noch vor der Halbzeit durch einen fulminanten Abschluss von Sechser Jannis Winter, der das Spielgerät zum 2:1 (41.) unter die Latte hämmerte.

Im zweiten Abschnitt setzte der Favorit alles daran, noch zum Ausgleich zu kommen, prallte aber immer wieder an der dichtgestaffelten Abwehr der Gastgeber ab. Lediglich in der 76. Minute wurde es noch einmal gefährlich, doch die Latte rettete für den bereits geschlagenen Schlussmann Sebastian Bretzke (76.). „Am Ende ist uns nach dem ebenfalls kämpferischen Spiel am Freitag ein bisschen die Kraft ausgegangen“, zeigte sich Wendland erleichtert über den Dreier, der seine Elf auf zwei Zähler an den Relegationsrang heranrücken lässt – doch es wäre noch mehr möglich gewesen.

In der Begegnung gegen die FSV Hesedorf/Nartum war Scheeßel trotz eines 0:2-Rückstandes nach Toren von Andreas Bammann (36.) und Jannes Otten (45.) zurückgekommen und hatte in der zweiten Minute der Nachspielzeit gar den vermeintlichen Siegtreffer bejubelt. Schiedsrichter Michael Menzel (MTV Jeddingen) verweigerte dem Tor nach einem Hinweis seines Sohnes und Assistenten an der Außenlinie, Morten Menzel, aber die Anerkennung. Dieser hatte Yunes Parvizi, der den Ball nach Vorlage von Alexander Kruse über die Linie drückte, im Abseits gesehen. Die Scheeßeler monierten, dass das Leder, die Torlinie bereits zuvor überschritten hatte.

„Wir sind zweier Punkte beraubt worden. Das war eine krasse Fehlentscheidung“, konnte sich Wendland über die Treffer von Kube (67.), der per Foulelfmeter traf, und Kruse (79.) nicht so richtig freuen. Der Unparteiische Menzel verteidigte hingegen seine Entscheidung: „Wenn du Zweifel hast, kannst du nie sagen, dass das ein Tor ist.“  ntr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Tauziehen in Hongkong dauert an - China empört über US-Votum

Tauziehen in Hongkong dauert an - China empört über US-Votum

Ein Blick auf das Motorola Razr

Ein Blick auf das Motorola Razr

Der neue Opel Corsa überzeugt mit alten Tugenden

Der neue Opel Corsa überzeugt mit alten Tugenden

Mit Gnabry-Gala zu Platz eins - Kantersieg gegen Nordirland

Mit Gnabry-Gala zu Platz eins - Kantersieg gegen Nordirland

Meistgelesene Artikel

Es müllert wieder!

Es müllert wieder!

Rotenburg setzt sich mit 32:26 gegen Elsfleth von der Abstiegszone ab

Rotenburg setzt sich mit 32:26 gegen Elsfleth von der Abstiegszone ab

Konsole statt Kohle: Titelkampf im eFootball

Konsole statt Kohle: Titelkampf im eFootball

Bei Tiedemann fließen die Tränen

Bei Tiedemann fließen die Tränen

Kommentare