Brasilianer steigt als Trainer aus / „Ein Stemmer mit Herz und Seele“

Winks Abschiedsgruß

Große Momente, große Gefühle: Jaime Wink nach dem geschafften Bezirksliga-Aufstieg vor zwei Jahren. - Foto: Freese

Stemmen - Von Matthias Freese. Die Zeit des Abschieds naht. Jaime Wink wird künftig nur noch selten am Spielfeldrand zu sehen sein, der TV Stemmen muss in der neuen Saison der Fußball-Bezirksliga auf einen seiner Trainer verzichten. „Ich habe bekanntgegeben, dass ich aussteige“, erklärt der gebürtige Brasilianer, der morgen 43 Jahre alt wird.

Die Gründe für seinen Schlussstrich sind nachvollziehbar. Am Wochenende eröffnet Wink in Scheeßel ein Restaurant. „Und der Beruf geht eben vor“, sagt er. „Zeitlich passt es einfach nicht mehr.“ Auch seine Einsätze im Altherren-Team werden spürbar weniger werden.

Von der 2. Kreisklasse bis in die Bezirksliga

1993 war es, als Jaime Wink aus der südbrasilianischen Heimat – er stammt aus Teutonia, 110 Kilometer von Porto Allegre entfernt – nach Deutschland kam. Er landete auf einem Lehrhof in Badenstedt und schloss sich dem TSV Rahde an. Zwei Jahre lang kickte er dort, dann folgte der Wechsel nach Stemmen. „Als ich dort anfing, haben wir noch in der 2. Kreisklasse gespielt“, erinnert sich Wink. Er selbst stand in der Abwehr seinen Mann – erst in den vergangenen Jahren wurde er offensiver und agierte auch als Stürmer.

Wink nahm aktiv an der bisher erfolgreichsten Zeit der Gelb-Schwarzen teil. Als Spieler stieg er mit dem Team bis in die Kreisliga auf, dann folgte der Wechsel an die Seitenlinie – erst drei Jahre als Betreuer an der Seite von Heiko Schreiber, die vergangenen beiden Spielserien in der Bezirksliga als gleichberechtigter Coach neben seinem „Lehrmeister“. Unterstützt von Landsmann Jair Bentz und Helge Witt. Zusammen bilden sie das wohl einzige Trainer-Quartett in der Bezirksliga.

„Der größte Erfolg war natürlich der Aufstieg in die Bezirksliga“, blickt Jaime Wink gerne auf den 17. Mai 2014 zurück, als die große Meistersause nach dem 2:1-Sieg beim SV Hamersen stieg. „Ja, ein paar Erfolge habe ich schon mitgenommen“, sagt der Südamerikaner, der gesteht: „Ich bin mit Herz und Seele Stemmer!“

Natürlich werde ihm das sonntägliche Spiel, werden ihm die Traininseinheiten fehlen, betont Wink. „So ganz werde ich da auch nie aussteigen“, steht er zumindest mit Rat und Tat zur Verfügung. Doch in den vergangenen Wochen hat er schnell gemerkt, dass ein weiteres Engagement nicht möglich ist und war häufiger nicht mehr bei den Spielen dabei. Immerhin: Am Pfingstmontag gab er noch einmal Kommandos, als seine Jungs beim MTV Riede ein 2:2 erzielten. Künftig werden sie Jaime Wink aber in seinem Restaurat besuchen müssen, wollen sie ihn regelmäßig treffen.

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