Mit den Wingernings spielen gleich vier Familienmitglieder in der Reservemannschaft

Die Familienbande des VfL Visselhövede

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Eine Familie, ein Mannschaft: Mit Mike, Jens, Jan-Niklas und Joachim Wingerning (v.l.) spielen gleich vier Familienmitglieder im Reserveteam des VfL Visselhövede.

Kreis-Rotenburg - Von Vincent Wuttke. VisselhövedeKreis-Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Vier Familienmitglieder in nur einer Fußball-Mannschaft: Das kommt nicht oft vor! Im Team des VfL Visselhövede II in der 2. Kreisklasse haben die Zuschauer mit Spielertrainer Jens (45), seinen Söhnen Joachim (22) und Jan-Niklas (20) sowie Mike (42), der Cousin von Jens, die Möglichkeit, gleich vier Spieler aus der Familie Wingerning bestaunen. Und alle Familienmitglieder sind fester Bestandteil der Reservemannschaft des VfL Visselhövede. Dabei hütet Jens Wingerning das Tor, die anderen drei Familienmitglieder spielen im Feld.

Was sich für Außenstehende außergewöhnlich anhört, ist für Familie Wingerning Alltag. Jens Wingerning und seine Söhne spielen bereits seit der vorletzten Saison zusammen in der Reserve der „Heidestädter“. Zu dieser Saison verstärkte Mike Wingerning das Team. Er kam aus der zweiten Mannschaft des TuS Bothel nach „Vissel“. „Mike und ich haben schon mal in der Ersten des TuS Bothel zusammengespielt. Da er in diesem Sommer frei war und wir große personelle Probleme in der zweiten Mannschaft des VfL Visselövede hatten, hat er sich entschlossen, sich uns anzuschließen“, berichtet Jens Wingerning.

Bei so vielen Familienmitgliedern auf dem Platz kommt es dennoch nicht zu Dramen, da die Rollen klar verteilt sind. „Beim Fußball wird nicht gestritten. Ich bin der Chef und meine Jungs hören mir zu“, betont Jens Wingerning, Coach und Vater in Personalunion. Bei seinen eigenen Söhnen ist Jens Wingerning derweil besonders kritisch. „Ich wechsle sie lieber ein oder aus, als sie eine Minute zu viel spielen zu lassen“, sagt der Trainer. Da die Söhne noch zu Hause wohnen, kann es bei der kritischen Beobachtung des Vaters auch mal zu schlechter Stimmung am Frühstückstisch kommen. Aber Jens Wingerning hat auch hierfür eine Lösung. „Meine Frau regelt das alles.“

Wie oft das Quartett noch zusammen spielt, ist jedoch nicht klar. „Jan-Niklas steht vor dem Sprung zur Ersten“, sagt Jens: „Noch mehr Fußballer aus der Familie haben wir in nächster Zeit nicht mehr in der Hinterhand. Der nächste, der in Frage kommt, ist mein Sohn, aber der ist erst elf Jahre alt. Bis er im Herrenbereich spielen kann, haben Mike und ich wahrscheinlich schon längst die Fußballschuhe an den Nagel gehängt“, schmunzelt Jens Wingerning.

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