Denker und Iscan überwinden den Keeper beim 2:0 des RSV

Wiese fliegt wie in alten Zeiten

Tim Wiese (r.) hat es auch fast fünf Jahre nach seinem letzten Profi-Einsatz noch drauf. Der Torwart der Werder-Traditionsmannschaft zeichnete sich mit einigen Paraden aus und ist in dieser Szene eher als Rotenburgs Robert Posilek am Ball.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke und Matthias Freese (Fotos). Tim Wiese war ohne Frage der Hingucker auf dem Ahe-Sportgelände. Nicht nur, weil er mit seinem weißen Lamborghini vorfuhr, sondern vor allem aufgrund seiner Paraden. Der frühere Nationalkeeper verhinderte mit zahlreichen sehenswerten Flugeinlagen eine höhere Niederlage der Werder-Traditionsmannschaft bei den Landesliga-Fußballern des Rotenburger SV. Kein Wunder, dass Wiese nach dem 0:2 (0:1) auch bei den Autogrammjägern am begehrtesten war.

Unter den Unterschriften-Sammlern befand sich Tobias Kirschke nicht. Dabei ist der Mittelfeldmann des Rotenburger SV glühender Anhänger der Grün-Weißen und hat sich das Vereinswappen aus Liebe zum Verein auf seinen rechten Oberarm tätowieren lassen. „Es war schon cool – gerade gegen Spieler wie Ivan Klasnic oder Frank Baumann. Die waren ja schließlich bei der Meisterschaft 2004 dabei“, betonte Kirschke. In den Zweikämpfen stieg der Sechser aber gewohnt konsequent ein und verschonte die Idole nicht. „Ehrgeizig ist man ja irgendwie trotzdem“, bemerkte Kirschke schmunzelnd. Sein Teamkollege Michel Müller sorgte derweil auf der RSV-Bank für gute Stimmung, als er sich von Christoph Dabrowski in der 23. Minute einen Beinschuss einfing. „Alle haben so locker gespielt. Und dann habe ich den Tunnler kassiert“, beschrieb der 21-Jährige in der Halbzeit lachend.

Wart feiert sein Debüt beim RSV

Die Beteiligten hatten ihr Vergnügen. Die laut Veranstalter rund 2 100 Zuschauer freuten sich über gute Szenen, wenngleich der Funke nicht endgültig übersprang. Erst kurz vor dem Abpfiff gab es erstmals laute „Werder-Rufe“. Die Bremer Altstars – die kurzfristig ohne den verletzten Torsten Frings auskommen mussten – machten es den Fans während der 80 Minuten aber auch schwer, in laute Jubelstürme auszubrechen.

Die ehemaligen Profis waren zwar mit Ehrgeiz dabei und kämpften um jeden Ball, doch vor dem RSV-Strafraum war zumeist Schluss. „In der zweiten Hälfte hätten wir aber zwei oder drei Tore machen können“, fand Dabrowski. „Und es war trotzdem schön, alle alten Jungs wiederzusehen.“

Stefan Denker bejubelt sein 1:0. Der Spielmacher des RSV schlenzte den Ball aus 20 Metern an Holger Wehlage vorbei ins Netz.

Vor allem Ivan Klasnic trat bei den Grün-Weißen in Erscheinung. Er besaß gute Chancen (26./31./38.). In der zweiten Hälfte bekam er Unterstützung von Erhan Albayrak. Der „Joker“ traf in der 54. Minute die Latte und in der 66. Minute verfehlte der Stürmer aus vier Metern das Tor nach einer Hereingabe.

Die Begegnung musste jedoch erst Fahrt aufnehmen. Das sah auch RSV-Trainer Tim Ebersbach so: „In der ersten Halbzeit hatten wir noch sehr viel Respekt. Danach war es ein offenes Visier. Es hätte am Ende auch 4:3 stehen können.“ So waren „nur“ Stefan Denker per Schlenzer in den Winkel aus 20 Metern (20.) und Atilla Iscan mit einem Hackentreffer (43.) erfolgreich.

Der Coach wechselte seine Mannschaft komplett durch. So kamen auch Khaled Atris aus der eigenen dritten Mannschaft, Jewgenij Teichreb aus der Zweiten und Petr Rejf aus der U 18 des JFV Rotenburg zum Zug. Zudem feierte Neuzugang Waldemar Wart sein souveränes Debüt beim Rotenburger SV in der Innenverteidigung – erst an der Seite von Müller und dann neben Sebastian Czimmeck.

Das könnte Sie auch interessieren

Duo S!sters gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid

Duo S!sters gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid

Fotostrecke: Zubers Blitz-Start - Klaassens Hammer

Fotostrecke: Zubers Blitz-Start - Klaassens Hammer

Venezuela schließt Grenze zu Brasilien

Venezuela schließt Grenze zu Brasilien

Quads, Roller und Co. - Dicke Brummer ab zwei Rädern

Quads, Roller und Co. - Dicke Brummer ab zwei Rädern

Meistgelesene Artikel

Interview mit Carsten Knaak über die Schwierigkeiten als Trainer des TV Stemmen

Interview mit Carsten Knaak über die Schwierigkeiten als Trainer des TV Stemmen

Kuriose Westerholzer „Erbfolge“

Kuriose Westerholzer „Erbfolge“

Hart, härter, Burina

Hart, härter, Burina

Abheben verboten

Abheben verboten

Kommentare