Ex-Bundestrainer hält große Stücke auf Rotenburgs Judoka / Heute Abflug

Wieneke traut Peters in London eine Medaille zu

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Fast sieben Jahre her: Rotenburgs Judoka Dimitri Peters freut sich über seine Goldmedaille bei der U 23-Europameisterschaft in Kiew. Im Finale hatte er 2005 den Ukrainer Vitaliy Bubon bezwungen. Im Hintergrund ballt der damalige Bundestrainer Frank Wieneke die Siegerfaust. In neun Tagen will Peters möglichst erneut Grund zum Jubeln haben. ·

Rotenburg - Von Mareike LudwigJetzt wird es langsam ernst: Dimitri Peters fliegt heute gemeinsam mit der deutschen Judo-Nationalmannschaft nach London. Dem in Unterstedt aufgewachsenen Sportler, der in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm an den Start geht, bleiben noch neun Tage, um sich optimal auf seinen Wettkampf bei den Olympischen Spielen vorzubereiten. Ex-Bundestrainer Frank Wieneke erinnert sich im Gespräch mit unserer Zeitung an die gemeinsame Zeit mit dem 28-jährigen Athleten des TuS Rotenburg.

„Als ich gehört habe, dass Dimitri die Olympia-Qualifikation geschafft hat, habe ich mich wirklich sehr für ihn gefreut. Er hat es verdient, dabei zu sein“, erzählt Wieneke, der 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm Gold geholt hatte. Damit ist der gebürtige Hannoveraner auch 28 Jahre danach immer noch der einzige Niedersachse, dem dieser Erfolg im Judo bislang gelungen ist.

Durch diesen Triumph sollte Wieneke bestens wissen, was es für ein Gefühl ist, beim größten Sportereignis der Welt dabei sein zu dürfen. „Natürlich ist der Druck für jeden einzelnen Athleten enorm hoch. Es muss alles stimmen, um weit zu kommen. Wenn Dimitri an seinem Wettkampftag voll auf der Höhe ist, traue ich ihm auf jeden Fall eine Medaille zu“, wagt Wieneke bereits eine Prognose. Der Ex-Bundestrainer muss es wissen, schließlich hat er Peters mehrere Jahre lang trainiert und stand bei seinen zahlreichen Wettkämpfen stets neben der Matte.

An einen Moment kann sich Wieneke auch heute noch sehr gut erinnern. „Als Dimitri 2006 bei den Europameisterschaften in Finnland Bronze geholt hat. Das war ein wirklich ergreifender Augenblick für mich. Vor allem, weil Dimitri dort seine ausgezeichnete Technik demonstriert hat“, sagt der 50-Jährige, der aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskommt: „Er ist ein hervorragender Sportler, der für mich persönlich momentan der physisch stärkste Judoka seiner Gewichtsklasse ist. Zudem ist er besonders im Bodenkampf sehr gefährlich und hat eine der besten Armhebel-Techniken.“

Im Jahr 2008 trennten sich die Wege der beiden, da Wieneke als Judo-Bundestrainer zurückgetreten war. Seitdem arbeitet er als Wissenschaftlicher Referent an der Trainerakademie in Köln. Dort ist er für die Aus- und Fortbildung des Trainer-Studiums zuständig. „Mittlerweile haben wir nur noch wenig Kontakt. Gesehen habe ich Dimitri leider schon lange nicht mehr. Dennoch verfolge ich natürlich weiterhin das sportliche Geschehen“, erklärt Wieneke.

„Hat eine der besten Armhebel-Techniken“

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